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Der Weltverbesserer: WEF-Gründer Klaus Schwab wird 80

Schweiz
29.03.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Kaum einer der Mächtigen und Einflussreichen lehnt eine Einladung zum Weltwirtschaftsforum nach Davos ab. Der Grund heißt Klaus Schwab. Mit seiner Organisation verfolgt er ein hohes Ziel.

Genf (dpa) - «Die Welt verbessern», das ist das Ziel von Klaus Schwab. 1971 gründete der in Ravensburg geborene Wirtschaftsprofessor das Weltwirtschaftsforum (WEF), das wenig später mit seinem Flaggschiff, der Konferenz für Wirtschafts- und Politeliten in Davos, international Furore machte. Schwabs Anspruch blieb. «Die Welt verbessern» ist das offizielle Motto seiner Stiftung, die heute in aller Welt Konferenzen hält, Lenker und Denker vernetzt und Plattform für Ideen zur Lösung der Menschheitsprobleme sein will. An diesem Freitag (30. März) feiert Klaus Schwab seinen 80. Geburtstag.

Schwab kommt ohne das Image eines souveränen Kommunikators aus, und sein auch nach Jahrzehnten auf internationaler Bühne im Englischen noch deutlicher deutscher Akzent tut seinem Einfluss keinen Abbruch. Mit Respekt und überaus freundlich schafft er es jedes Jahr, Davos zur Weltbühne der Politik zu machen. Präsidenten und Konzernchefs machen ihm in dem Schweizer Alpendorf bei der WEF-Jahrestagung die Aufwartung. Niemand sei besser vernetzt als er, sagt man über den zweifachen Vater.

So verwunderte es kaum, dass US-Präsident Donald Trump in diesem Jahr zum «Klassentreffen der Welteliten» reiste. Dort wurde er von Schwab überaus freundlich empfangen - der lobte Trumps Steuerpolitik und bekam daraufhin vereinzelt Pfiffe aus dem Saal zu hören.

Hervorgegangen aus einem Symposium für europäische Unternehmer, das der Sohn eines Schweizer Fabrikdirektors 1971 noch auf eigenes finanzielles Risiko ins Leben rief, bietet das WEF einen Rahmen für informelle Gespräche ohne den Zwang, Beschlüsse oder eine gemeinsame Erklärung vorweisen zu müssen. Vereinbart wird in Davos dennoch einiges. Schwab nennt als Beispiele Gesundheitsinitiativen wie den globalen Fonds gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria, die Impfallianz GAVI oder CEPI, ein Projekt zur Vorbeugung von Epidemien wie Cholera.

Auch so manch «bedeutender Handschlag» wurde von der Weltpresse in Davos fotografiert: 1992 etwa zwischen dem Freiheitskämpfer Nelson Mandela und Südafrikas damaligem Präsidenten Frederik Willem de Klerk. Mandela und Israels früherer Präsident Schimon Peres seien seine Freunde geworden. «Ihre Lebensgeschichte und persönliche Integrität sind mir Inspiration und Vorbild», sagt der Mann mit der hohen Stirn. Beeindruckt ist er auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Sie übernimmt international Verantwortung in einer fragmentierten Welt», sagt Schwab mit Bezug auf das diesjährige Tagungsmotto «Für eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt».

Seinen runden Geburtstag will Schwab in den Bergen feiern, mit Frau und Familie. «Meine volle Aufmerksamkeit gilt einem anderen Jubiläum», betont er aber - 2020 feiert das Treffen in Davos seinen 50. Geburtstag. «Das ist ein Meilenstein für die Organisation.» Sein Wunsch? Dass sein Projekt auch weiterhin eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen bietet.

Kritik am elitären Zirkel von Davos weist Schwab zurück: «Kein globales Gipfeltreffen ist vergleichbar transparent, bietet so viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen, und bindet zum Beispiel über unsere Global Shapers und Young Global Leader junge Leute so stark ein.» Mit den beiden Stiftungen, die er gemeinsam mit seiner Frau Hilde ins Leben gerufen hat, sollen die Anführer aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft von morgen begleitet und gefördert werden.

Schwab wuchs in Ravensburg auf, sein Vater war Schweizer. Er studierte in Zürich, Fribourg und Harvard erst technische Wissenschaften, dann Betriebswirtschaft. In Genf wurde er Professor für Unternehmenspolitik. Das WEF ist mit den Themen, die die Welt bewegen, rasant gewachsen. Mehr als 700 Mitarbeiter arbeiten am Hauptsitz in Genf, aber auch in New York, Peking, Tokio und San Francisco. Derzeit liegt das Hauptaugenmerk auf der vierten industriellen Revolutionen (Industrie 4.0) und ihren Folgen - dafür eröffnen noch in diesem Jahr neue Zentren in Indien, China und Japan. Die operative Leitung hat Schwab zwar im Herbst 2017 an den norwegischen Ex-Außenminister Børge Brende abgegeben. Doch die prominentesten Gäste moderiert er immer noch persönlich an.

 

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