Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse


Bundesliga-Tickets mit Garantie!


Hotelsuche in 
 

Dax klettert über 13 000 Punkte - und nun?

Deutschland
12.10.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Die deutsche Wirtschaft läuft rund, die Zinsen sind niedrig, die Aktienkurse steigen - am Donnerstag sprang der deutsche Leitindex erstmals über die Marke von 13 000 Punkten.

Frankfurt/Main (dpa) - Auf dem Frankfurter Börsenparkett steppt derzeit nicht der Bär, sondern der Bulle. Das Tier symbolisiert im Anlegerjargon steigende Aktienkurse. Und wie sie steigen: Am Donnerstag schaffte es der Dax erstmals in seiner Geschichte über die 13 000 Punkte. Seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex, in dem die 30 größten börsennotierten Konzerne des Landes versammelt sind, nun um insgesamt über 13 Prozent zugelegt. Die spannende Frage ist aber jetzt: Wie geht es weiter?

Warum sind die Kurse so stark gestiegen?

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen. Zum einen läuft die deutsche Wirtschaft rund. Und das schon seit Jahren. Entsprechend sprudeln die Gewinne - Anleger erhoffen sich ihren Anteil daran, etwa durch Dividenden. Zum anderen ist der Dax-Rekord auch der aktuellen Entwicklung in den USA zu verdanken, wo an der Wall Street schon seit Monaten eine Bestmarke nach der anderen erklommen wird. Hier hoffen Anleger unter anderem auf die Umsetzung der von Präsident Donald Trump versprochenen Steuerreform, welche vor allem mittelständische US-Unternehmen entlasten soll.

Und das reicht, um die Kurse in derartige Höhen zu treiben?

Es kommt noch mehr hinzu. Seitdem die Finanzkrise vor zehn Jahren um ein Haar zu einer Kernschmelze der Wirtschaft geführt hätte, fluten die Notenbanken die Finanzmärkte mit billigem Geld. Das müssen die Investoren irgendwo anlegen - und weil die Zinsen immer noch so niedrig sind, setzen sie häufig auf Aktien. Erst langsam ebbt die Geldflut ab, wobei die US-Notenbank Fed der Vorreiter ist, während in der Eurozone kein Ende der lockeren Geldpolitik abzusehen ist.

Steigen die Kurse gegen Jahresende nicht grundsätzlich?

Nicht immer, aber oft. Eine gern zitierte Börsenweisheit lautet «Sell in May and go away, but remember to come back in September». Etwas holprig ins Deutsche übersetzt heißt das: «Verkaufe im Mai und wende Dich ab, aber denke daran, im September zurückzukommen.» Tatsächlich gilt der September in der Börsenwelt als schwächster Monat des Jahres, in dem viele Aktien besonders günstig zu haben sind. Von da an greifen Anleger verstärkt bei den Papieren zu - der Beginn der viel zitierten Jahresendrally. Die Erwartung auf Kursgewinne erfüllt sich so gesehen quasi von selbst. Allerdings ist das alles nicht in Stein gemeißelt. So war der September 2017 ein außergewöhnlich guter Börsenmonat; der Dax hat hier die Hälfte seines bisherigen Jahresgewinns eingefahren.

Was macht Experten so sicher, dass der Dax auf lange Sicht weiter steigt?

Tatsächlich ist und war wirtschaftliches Wachstum bislang immer Bestandteil der industrialisierten Gesellschaft. Das ist nicht nur politisch gewollt, es geht auch mit dem technischen Fortschritt einher. Natürlich ist diese Maxime nicht frei von Kritik - sogenannte Postwachstumsökonomen sagen, dass es uns ohne ständige Produktivitätssteigerungen besser gehen würde. Noch aber steigt der Wert, den Unternehmen Jahr für Jahr schaffen. Daran werden auch die Aktionäre beteiligt. Besitzer von Sparbüchern hängen dagegen bei ihren Zinsen vom Wohl und Wehe der Notenbanken und deren Geldpolitik ab.

Und warum wird dann so selten in Aktien investiert?

Die Deutschen sind einfach Börsenmuffel und scheuen das Risiko, was sicherlich zum Teil in ihrer Geschichte begründet liegt. Zwei Weltkriege, mehrere Börsencrashs und Hyperinflation haben ihren Tribut gefordert. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts hält gerade einmal jeder siebte Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds. Das Ergebnis: Während die Deutschen im europäischen Vergleich relativ viel Geld zur Seite legen, kommt am Ende relativ wenig dabei heraus. Laut Berechnungen der Allianz Versicherung brachten es die Deutschen zwischen 2012 und 2015 gerade mal auf 2,3 Prozent Rendite. Bei den Finnen, die vier Mal so viel in Aktien investieren wie der Durchschnitts-Deutsche, waren es 6,9 Prozent.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind zur Wochenmitte wieder in Rekordlaune gewesen. Sowohl der Leitindex Dax als auch der MDax erreichten am Mittwoch Bestmarken. Die Wall Street gibt mit immer höheren Rekordständen
Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Investmentfonds (Teil 4 von 4) wiesen am 18.10.2017 um 17:30 Uhr folgende Kurse auf.361) --,--/ --,-- 362) --,--/ --,-- 363) 76,49/ 72,85 364) 48,36/ 46,67 365) --,--/ --,-- 366) --,--/ --,-- 367)
Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Investmentfonds (Teil 3 von 4) wiesen am 18.10.2017 um 17:30 Uhr folgende Kurse auf.241) 81,84/ 77,94 242) 128,68/ 123,73 243) --,--/ --,-- 244) --,--/ --,-- 245) 152,46/ 145,20 246) 254,32/ 242,21 247)
Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Investmentfonds (Teil 2 von 4) wiesen am 18.10.2017 um 17:30 Uhr folgende Kurse auf.121) 32,66/ 31,48 122) 26,18/ 26,18 123) --,--/ --,-- 124) --,--/ --,-- 125) --,--/ --,-- 126) 73,72/ 73,72 127)
Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Investmentfonds (Teil 1 von 4) wiesen am 18.10.2017 um 17:30 Uhr folgende Kurse auf.001) --,--/ --,-- 002) --,--/ --,-- 003) --,--/ --,-- 004) --,--/ --,-- 005) --,--/ --,-- 006) --,--/ --,-- 007)
Frankfurt/Main (dpa) - Knapp sechs Wochen nach ihrem viel beachteten Debüt erhält Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ihren zweiten Einsatz in der Fußball-Bundesliga. Die 38-Jährige pfeift an diesem Freitag (20.30 Uhr) die Partie zwischen Schalke
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Göteborg (dpa) - Ein Mann ist in der Domkirche im schwedischen Göteborg in Brand geraten. Er sei dabei schwer verletzt worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Ob er sich absichtlich anzündete oder es sich um einen Unfall handelte, war
Birmingham (dpa) - Ein 46-Jähriger hat am Sonntag auf einen Mann in einer britischen Kirche eingestochen und ist festgenommen worden. Täter und Opfer kennen sich, wie die Polizei in Birmingham mitteilte. Es habe sich um eine gezielte Tat
Repression, Exil oder eine Festnahme schüchtern die russische Aktivistin Ljudmila Alexejewa nicht ein. Als Grande Dame der Menschenrechte scheut sie auch nicht die Kritik an der Staatsführung. Und sie ist sicher: Die Jugend-Proteste werden ihre
Berlin (dpa) - Baustellen bei der Bahn sollen die Fahrpläne künftig weniger durcheinander bringen. Dazu hat im Konzern ein neues «Lagezentrum Bau» die Arbeit aufgenommen, wie Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in Berlin sagte. «Es hat die
Gütersloh (dpa) - Patienten mit Rückenschmerzen kommen immer häufiger auf den OP-Tisch. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und eigenen Berechnungen beruht. 2015
Athen (dpa) - Aus Protest gegen weitere geplante Sparmaßnahmen sind die Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt am Dienstag in einen 48-stündigen Streik getreten. Zudem gab es im Radio- und Fernsehen keine Nachrichten. Die griechischen
Wetter

Berlin


(18.10.2017 18:52)

11 / 19 °C


19.10.2017
11 / 14 °C
20.10.2017
10 / 19 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum