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Brjansk

Russland, Brjansk
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"Brjansk" () ist eine russische Stadt und Verwaltungszentrum der gleichnamigen Oblast, rund 380 km südwestlich von Moskau. Die Stadt hat knapp 412.000 Einwohner (Stand 2009) und liegt am Fluss Desna. Der Name ist abgeleitet vom slawischen Wort für Dickicht, "debr" (im modernen Russisch дебры/ debry; ursprünglich wird die Stadt als "Debrjansk" erwähnt).

Geschichte
Brjansk wurde vermutlich 985 unter Fürst Wladimir I. von Kiew als Missions- und Verteidigungsvorposten gegründet und 1146 erstmals in einer Chronik erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde es selbständig und war Fürsten- und Bischofssitz. Invasionen der Goldenen Horde und der Litauer führten zum Niedergang. 1503 kam das Gebiet endgültig zu Russland.

Heilig-Grab-Kirche (1904)
Im 17. Jahrhundert wurde Brjansk zu einer wichtigen Handelsstadt mit jährlichen großen Jahrmärkten. Mit einem Dekret des Zaren Peters des Großen wurde die erste Schiffswerft gegründet. Die Kriege gegen Asow und Schweden brachten einen erneuten Aufschwung für Brjansk. 1788 wurde eine Waffenfabrik eröffnet. Napoléon Bonaparte versuchte 1812 mehrmals, die strategisch wichtige Stadt zu erobern, scheiterte aber.

Nach der Oktoberrevolution kamen neue Industriebetriebe hinzu, es wurden Kraftwerke und Eisenbahnfabriken errichtet.

Vom 6. Oktober 1941 bis zum 17. September 1943 war Brjansk von der deutschen Armee besetzt. Die Wälder der Region waren während der Besatzung eines der Hauptaktionsgebiete der Partisanen in Russland. Etwa 60.000 Partisanen waren zeitweise in diesem Gebiet tätig. Seit Anfang 1942 kontrollierten die Partisanen ein Großteil des von den Deutschen besetzten Gebietes. Wie in anderen besetzten sowjetischen Gebieten fanden auch hier regelmäßig Hinrichtungen von „vermeintlichen“ und echten Partisanen statt.

Jene Bevölkerung, die nicht von der Roten Armee rechtzeitig evakuiert werden konnte und bleiben musste, hatte unter der deutschen Besetzung zu leiden. Vieh und Lebensmittel wurden nach Deutschland transportiert, so dass die Bewohner der Stadt nur noch ein Minimum der zur Verfügung stehenden Nahrung erhielt. Arbeit gab es kaum noch, da viele Betriebe und Fabriken von den Deutschen geschlossen und/oder zerstört wurden. Seit 1942 wurden zudem viele Bewohner im arbeitsfähigen Alter nach Deutschland verschleppt, um dort Zwangsarbeit zu leisten. Bei der Befreiung im September 1943 hatte Brjansk nur noch etwa 5.000 Einwohner.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager "326" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977. In der benachbarten Stadt Beschiza, seit der Eingemeindung 1956 der Stadtrajon Beschitzki, bestand das Kriegsgefangenenlager "252".

Heute ist Brjansk ein wichtiger Industriestandort. Es werden elektronische Bauteile, Turbinen, Lokomotiven und viele andere Güter produziert. Außerdem ist Brjansk Verwaltungs- und kulturelles Zentrum der gleichnamigen Oblast sowie Eisenbahnknoten mit großem Rangierbahnhof.

Stadtgliederung

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Die Gesamteinwohnerzahl mit den drei administrativ unterstellten Siedlungen städtischen Typs beträgt 430.172.

Weiterführende Bildungseinrichtungen
*Filiale des Juristischen Instituts des Innenministeriums Russlands in Brjansk
*Filiale des Neuen Juristischen Instituts Moskau
*Filiale des Allrussischen Ferninstituts für Finanzwesen und Ökonomie
*Staatliche Akademie I.-G.-Petrowski-Universität Brjansk
*Staatliche Ingenieurtechnologische Akademie Brjansk
*Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Brjansk
*Staatliche Technische Universität Brjansk

Sonstiges
Als Mahnung an das tragische Unglück von Tschernobyl, welches nur rund 300 km entfernt stattfand, kann man im Zentrum von Brjansk die Belastung der Radioaktivität auf einer Digitalanzeige ablesen. Über die Stadt selbst wurden zur Zeit der Explosion allerdings keine kontaminierten Wolken abgeregnet.

Söhne und Töchter der Stadt
*Wiktor Afanasjew, ehemaliger sowjetischer Kosmonaut
*Naum Gabo, Künstler
*Swetlana Kriweljowa, Leichtathletin und Olympiasiegerin
*Larissa Kurkina, russische Skilangläuferin
*Galina Maltschugina, Leichtathletin und Olympiamedaillengewinnerin
*Wladlen Wereschtschetin, Jurist, Richter am Internationalen Gerichtshof

inzelnachweis



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 19.09.2020 16:34 von den Wikipedia-Autoren.
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