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Biel/Bienne

Schweiz, Biel
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Rechts das Volkshaus im Bahnhofsquartier, dahinter ein Teil der Bahnhofsstrasse mit den typischen Häuser der 1920er-Jahre
"Biel/Bienne" (deutsch "Biel", französisch "Bienne", Dialekt ) ist nach Bern die zweitgrösste Stadt des Kantons Bern und die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz, in der deutsch und französisch gleichberechtigt sind.

Mit 50"852 Einwohnern rangiert sie überdies auf dem 10. Platz der grössten Schweizer Städte, wobei in der Agglomeration Biel rund 90"000 Menschen leben und das Einzugsgebiet auf 150"000 Personen beziffert wird.

Die Einwohnergemeinde Biel liegt im bernischen Seeland am nördlichen Ende des Kantons Bern unweit der Kantonsgrenze zu den Kantonen Neuenburg, Jura und Solothurn und ist der Hauptort des gleichnamigen Amtsbezirks. Biel ist sowohl für das Seeland als auch für den Berner Jura und für Teile des Kantons Solothurn das regionale und wirtschaftliche Zentrum.

Biel liegt zwischen 434 m ü. M. (Stadtzentrum) und 875 m ü. M. (Bundesamt
für Sport Magglingen) und grenzt direkt ans Ufer des Bielersees und an die Hänge des Jurasüdfusses.

Biel ist, vor Le Locle, Grenchen und La Chaux-de-Fonds, das wichtigste Zentrum der Uhrenindustrie der Schweiz und bezeichnet sich selber u.a. aufgrund des Hauptsitzes der Swatch Group und des Produktionsbetriebes von Rolex als Uhrenweltmetropole.

Biel zeichnet sich durch eine homogene Neustadt, die, vor allem im Bahnhofquartier, in den 1930er Jahren nach den Regeln des "neuen Bauens" gebaut wurde und einer weitgehend erhaltenen Altstadt mittelalterlicher Struktur aus.

Geographie
ag
Bieler Altstadt
Bahnhofstrasse während der Braderie
Die am nördlichen Ende des Kantons Bern gelegene Stadt befindet sich im Herzen des Drei-Seen-Landes und grenzt sowohl direkt an den Bielersee als auch an den Jurasüdfuss.

Biel liegt grösstenteils um 434 m. ü. M. (Zentralplatz), wobei sich das Stadtgebiet mit dem Bundesamt für Sport bis auf 875 m.ü.M. erstreckt.
Das heutige Zentrum Biels, die Neustadt, befindet sich in der Ebene und wird durch den kanalisierte Arm der Schüss am Zentralplatz in einen nördlichen und südlichen Teil unterteilt.
Angrenzend an die Neustadt-Nord befindet sich die mittelalterliche Altstadt Biels die durch einen überdeckten Arm der Schüss unterflossen wird, welcher später in den kanalisierten Arm fliesst.
Der dritte natürliche Arm der Schüss fliesst in der Nähe Nidaus und des Bielersees in die Zihl.

Biel ist 26 km nordnordwestlich von Bern, 28 km nordöstlich von Neuenburg und 23 km westsüdwestlich von Solothurn entfernt (Luftlinie).

Die Nachbargemeinden von Biel sind (im Uhrzeigersinn):
* Im Norden und Nordosten: Orvin (dt. Ilfingen), Leubringen, Vauffelin (dt. Füglisthal/Wölflingen) und Pieterlen
* von Ost bis Süd : Safnern, Orpund, Brügg, Port
* im Westen: Nidau, Tüscherz-Alfermée und Magglingen

Klima
Die Stadt Biel liegt in der warmgemässigten Klimazone (effektive Klimaklassifikation Cfb), wobei die einzelnen Jahreszeiten, wie in der ganzen Schweiz nördlich der Alpen, stark ausgeprägt sind.

Die Jahresmitteltemperatur an der Messstation von MeteoSchweiz in Biel beträgt 9,1 °C, wobei im Januar mit −0,3 °C die kältesten und im Juli mit 18,7 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden.

Wärmste Monate sind der Juli und der August. Während des Sommers sind im Mittel 46 Sommertage pro Jahr mit Temperaturen von mindestens 25 °C zu erwarten (berechnet für die Normalperiode von 1960 bis 1990), Hitzetage mit Temperaturen über 30 °C gibt es durchschnittlich 8 pro Jahr und an besonders heissen Sommertagen kann es sogar bis zu 35 °C warm werden.

Im Herbst während des meistens im September vorliegenden Altweibersommers steigen die Temperaturen nochmals letztmalig an und es herrscht eine gleichmässig schöne Witterung, welche eine gute Fernsicht erlaubt und die Laubverfärbung intensiviert.

Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagesmitteltemperaturen um den Gefrierpunkt.
Der kälteste Monat ist der Januar mit einer mittleren Temperatur von -0,3 °C. Langjährige Mittelwerte weisen für Biel 80 Frosttage (Minimaltemperatur < 0 °C) und 21 Eistage (Maximaltemperatur < 0 °C) aus.

Im Vergleich zu anderen Orten in der Umgebung hat die Stadt Biel somit ein deutlich milderes Klima vorzuweisen.

Die 1203 mm Niederschlag fallen über das ganze Jahr verteilt, wobei im März, April, Juli, September und Oktober am wenigsten Niederschlag fällt.

Die Winde aus westlicher Richtung führen, wie in der ganzen Westschweiz, normalerweise den Niederschlag heran. Falls Bise (Ost- oder Nordostwind) herrscht, werden in allen Jahreszeiten kühlere Witterungsphasen als im Mittel vorherrschen.
Der in den Alpentälern und am Alpenrand wichtige Föhn zeigt im Normalfall keine speziellen klimatischen Auswirkungen auf Biel.

Bei den Seglern ist der an heissen Sommertagen am Abend einsetzende Wind von den Jurahöhen namens Joran sehr beliebt




Stadtquartiere
Bieler Quartiere


Zwischen 1900 und 1920 wurden die damals autonomen umliegenden Gemeinden Vingelz (1900), Bözingen (1916), Mett (1919) und Madretsch (1919) eingemeindet.

1920 wollten die beide Städte Biel und Nidau u.a. aufgrund der Siedlungsentwicklung und der zunehmenden wirtschaftlichen Verbundenheit fusionieren und entschieden in getrennten Volksabstimmungen grossmehrheitlich für einen Zusammenschluss.

Der Grosse Rat des Kantons Bern widersetzte sich aber dem Vorhaben und genehmigte den Zusammenschluss von Biel und Nidau nicht. Die damals mehrheitlich bürgerliche Regierung des Kantons wollte nicht, dass der Hauptort des Amtsbezirks Nidau mit dem linken Biel fusionierte.
Ein gegen diese Machtdemonstration beim Bundesgericht eingereichter staatsrechtlicher Rekurs änderte nichts an diesem Verdikt.

Auch 1951 lehnte der Grosse Rat des Kantons Bern ein Fusionsbegehren, dieses Mal von Biel und Port ab, obwohl der Zusammenschluss wiederum grossmehrheitlich von beiden Bevölkerungen und beiden Gemeinden gewünscht worden wäre.
Hinter beiden Fällen stand auch die Furcht des Berner Parlaments, die Stadt Biel könnte, vor allem da sich die Industrie in der Region Biel stark vergrösserte und der Bevölkerungswachstum stark einsetzte, im Kanton Bern zu bedeutend werden.

Heute ist Siedlungsgebiet von Biel lückenlos mit denjenigen von Brügg, Nidau und Port zusammengewachsen. Zwischen Biel und Orpund bestehen nur kleine Freiflächen oder Waldflächen dazwischen.

In der Agglomeration Biel leben gegenwärtig rund 90"000 Personen. Zur Agglomeration Biel gehören neben Biel/Bienne, Leubringen (inklusive Magglingen), Aegerten, Bellmund, Brügg, Busswil bei Büren, Ipsach, Mörigen, Nidau, Orpund, Pieterlen, Plagne (dt. Plentsch), Port, Safnern, Scheuren, Schwadernau, Studen, Sutz-Lattrigen, Tüscherz-Alfermée, Vauffelin (dt. Füglisthal und Wölflingen) und Worben.

Geschichte
Ortsnamenskunde
Die Herleitung vom Namen des römisch-keltischen Gottes Belenus gilt heute aufgrund der ältesten Erwähnungen (1142 „apud belnam“) als gesichert. Indiz: In der Quelle, welche der Grund für die Ansiedlung war, wurden römische Münzen gefunden, was auf ein Heiligtum bereits in vorrömischer Zeit hindeutet. An solchen Orten wurde oft der genannte Gott verehrt. Weitere Deutungen für "Biel" als "Bühl" (Hügel) treten damit in den Hintergrund. Volksetymologisch wird "Biel" auch mit "Beil" (berndeutsch "Bieli") assoziiert, was bereits im Mittelalter zu einem Stadtwappen mit zwei gekreuzten Beilen geführt hat.

Der Doppelname "Biel/Bienne" ist erst seit dem 1. Januar 2005 offizieller Stadtname, vorher wurde die Gemeinde als "Biel (BE)" bezeichnet., S. 271 Doch bereits vorher wurde häufig "Biel-Bienne" verwendet.

Frühgeschichte und Mittelalter
Ansicht der Stadt Biel in der Topographia Helvetiae von Matthäus Merian, 1642
Zunfthaus der Waldleute und Vennerbrunnen am Ring in der Bieler Altstadt
Archäologische Funde belegen die Existenz einer Siedlung auf Bieler Boden schon zur Römerzeit. 1846 wurden römische Münzen (1. Jahrhundert v. Chr. bis 4. Jahrhundert n. Chr.) in der sogenannten „Römerquelle“ gefunden.

Vom 13. Jahrhundert an kann die seeländische Ortschaft als eigentliche Stadt betrachtet werden. Entscheidend war die Verleihung des Freiheitsbriefs im Jahre 1275.Heinrich Gottfried Gengler: "Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter", Erlangen 1863, . Durch verschiedene Burgrechtsverträge verband sich Biel mit anderen Städten wie Solothurn, Bern, Freiburg und Murten. Biel entwickelte eine eigene städtische Verwaltung und auch ihre Unabhängigkeit ihrem Herrn – dem Fürstbischof von Basel – und der Berner Schutzmacht gegenüber.

Im 15. Jahrhundert bekam die Stadt das Recht, Truppen vor allem im Sankt Immertal (Saint-Imier) auszuheben. Sie nahm an verschiedenen Kriegszügen der Eidgenossenschaft teil. Seit 1478 war sie – als Folge der Teilnahme an den Burgunderkriegen – als zugewandter Ort der Eidgenossenschaft mit zwei Abgeordneten an deren Tagsatzungen vertreten.

Die Reformation begann in Biel mit dem Wirken des Leutpriesters Thomas Wyttenbach, der spätestens ab 1523 offen im reformatorischen Sinn zu predigen begann, aber schon 1526 starb. Die endgültige Einführung der Reformation erfolgte wie in Bern im Jahre 1528.

Bis zum Ende des Ancien Régime bildete sich in Biel wie in anderen Städten eine deutliche Aristokratisierung der im Stadtregiment herrschenden Familien.

18. und 19. Jahrhundert
Stadtkirche am Ring in der Bieler Altstadt
1798 wurde Biel Teil der französischen Republik und wurde 1800 dem Département Haut-Rhin angegliedert. Im Wiener Kongress 1815 wurde die Stadt dem Kanton Bern zugesprochen und von diesem dem Bezirk Nidau zugeteilt. 1817 wurde in Biel ein Gymnasium gegründet; sein erster Rektor war Johann-Conrad Appenzeller. 1832 erfolgte die Bildung des Bezirks Biel.

1878 wurde in Biel der bedeutende Schweizer Schriftsteller Robert Walser geboren. Zu seinem Andenken hat die Stadt 1978, anlässlich seines hundertsten Geburtstags, den Robert-Walser-Preis gestiftet.

Spuren der Bieler Zweisprachigkeit kann man schon in spätmittelalterlichen Dokumenten finden. In diesem Bereich erlebte Biel am Ende des 19. Jahrhunderts durch den grossen Zuzug jurassischer, also französischsprachiger, Uhrmacher eine wichtige Wende.

20. Jahrhundert
Zwischen 1900 und 1920 schlossen sich die umliegenden Gemeinden Vingelz (1900), Bözingen (1917), Mett und Madretsch (1920) mit Biel zusammen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte Biel dank der Uhrenindustrie eine sehr rasche Entwicklung der Stadt und ihrer Bevölkerung. Dazu trug auch der Eisenbahnknotenpunkt bei.

In Biel entstand 1949 ein Psychohygiene-Institut.

1964 wohnten in der Stadt Biel 64"848 Personen, was bis heute der Bevölkerungsrekord der Stadt ist.

In den 1970er-Jahren wurde Biel angefragt, ob sie die Hauptstadt des neu zu gründenden Kantons Jura werden möchte. Die Stadt Biel lehnte dies aber ab und verblieb wie der protestantische Berner Jura beim Kanton Bern.

21. Jahrhundert
2002 fand in Biel, Neuenburg, Murten und Yverdon-les-Bains die Schweizer Landesausstellung (Expo.02) statt.

Bevölkerung



Die Stadt zählte Ende 2006 50"669 Einwohner und ist die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz und zehntgrösste Stadt der Schweiz. Der muttersprachlich deutschsprachige Anteil der Bevölkerung betrug anlässlich der letzten Volkszählung im Jahre 2000 55,4%, der französischsprachige 28,1%. Die Bieler Bevölkerung ist an den Gebrauch der anderen Sprache im Alltag gewöhnt. Diese Tatsache macht aber nicht alle Einwohner automatisch bilingue (frz. für zweisprachig). In Biel gilt als bilingue, wer in einer zweisprachigen Familie mit Deutsch und Französisch aufgewachsen ist. Biels Zweisprachigkeit wirkt sich auf zahlreiche Bereiche des Alltags aus, was für viele Einheimische und Besucher der Stadt ihren Charme verleiht.
Eine Folge der Zweisprachigkeit ist, dass Filme in den Bieler Kinos – mit Ausnahme von Kindervorstellungen – stets in der Originalsprache mit Untertiteln in Deutsch und Französisch gezeigt werden und alle Strassenschilder und Ämter zweisprachig gehalten sind. Auch ist es keine Seltenheit, dass ein Gesprächspartner Deutsch spricht und der andere auf Französisch antwortet.

13"908 Personen (Stand 2005), das entspricht 27,6% der Bevölkerung Biels sind Ausländer. Unter den Ausländern machen Personen aus Italien (3"904 Personen) den grössten Anteil, gefolgt von Immigranten aus den Gebieten des früheren Jugoslawiens (2"445 Personen), Spaniens (1258), den asiatischen Ländern (922) und der Türkei (807).

Die Bevölkerungszahl von Biel stieg seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Uhrenkrise in den 1970er-Jahren sehr stark an. Der Höchststand wurde 1970 mit mehr als 64"000 Einwohnern verzeichnet. In den nachfolgenden Jahrzehnten nahm die Bevölkerungszahl bis auf rund 48"000 Einwohner im Jahre 2000 ab. Seitdem wächst die Bevölkerung Biels wieder und die 50"000 Einwohner-Marke wurde wieder übertroffen. Anteil der 0–39-Jährigen betrug 49,2%, der Anteil der 40–59-Jährigen 25,7% und der Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung betrug 2000 25,1%.

Zweisprachiges Strassenschild
Sprache/Zweisprachigkeit
Die Amts- und Verkehrssprachen sind Deutsch und Französisch. Im alltäglichen Umgang wird überwiegend eine lokale Varietät von Berndeutsch und Französisch gesprochen. Gemäss der Volkszählung im Jahre 2000 geben 55,4% der Einwohner Deutsch, 28,1% Französisch, 5% Italienisch, 2,4% Albanisch, 2,2% Spanisch, 1,1% Portugiesisch und 5,8% andere Sprachen als Muttersprache an.

Religionen und Konfessionen
Mit 73,2% bekennt sich der überwiegende Anteil der Bevölkerung zum christlichen Glauben. 12,4% sind konfessionslos, 7,0% gehören der islamischen Gemeinde an, 0,7% sind Buddhisten, 0,5% sind Hindus, 0,15% sind Juden, 0,1% sind andere und 6,5% machten anlässlich der Volkszählung 2000 keine Angaben.

Politik
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der von den Stimmberechtigten alle vier Jahre gewählte Stadtrat ("conseil de ville"). Die 60 Mitglieder tagen jeden dritten Donnerstag des Monats ab 18 Uhr im Rathaussaal am Burgplatz in der Altstadt. Die Sitzungen sind öffentlich zugänglich. Die Legislaturperiode dauert von 2005–2008.

Exekutive
Ausführende Behörde ist der Gemeinderat (conseil municipal). Er besteht seit dem 1. Januar 2005 aus acht Mitgliedern, davon sind 4 vollamtlich und 4 nebenamtlich. Die Stadt Biel ist somit die einzige grössere Schweizer Gemeinde mit einer geraden Zahl von Exekutivmitgliedern. Bei Stimmgleichheit fällt der Stadtpräsident (im Dialekt: Stapi) den Stichentscheid. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Die Legislaturperiode ist von 2005–2008.

"Die vier amtierenden vollamtlichen Gemeinderäte sind ab 1. Januar 2009:"
* Hans Stöckli (SP/PSR): Stadtpräsident und Finanzdirektor.
* Pierre-Yves Moeschler (SP/PSR): Bildung-, Sozial- und Kulturdirektor.
* Barbara Schwickert (Grüne): Sicherheitsdirektorin.
* Hubert Klopfenstein (FDP/PRR): Baudirektor.

"Die vier amtierenden nebenamtlichen Gemeinderäte sind ab 1. Januar 2009:"
* Silvia Steidle Kubli (FDP/PRR)
* François Contini (Grüne)
* Erich Fehr (SP/PSR)
* René Schlauri (FPS)

Bundesämter
Biel ist Standort von zwei Bundesämtern. Das BAKOM (Bakom) befindet sich in der Stadt, das Bundesamt für Sport (BASPO) auf Bieler Boden in Magglingen oberhalb von Biel.

Wirtschaft
Uhren-, Präzisions- und Maschinenindustri
Rolex-Gebäude in Biel-BözingenEinst als Zukunftsstadt gepriesen, erholt sich Biel nach der Uhrenkrise der 1970/80er-Jahre seit der Jahrtausendwende wieder. Welches sich sowohl in der sinkenden Arbeitslosenquote, der Gewinnung neuer Unternehmen, dem Ausbau bestehender Unternehmen und auch in der steigender Einwohnerzahl seit 2000 bemerkbar macht.
Mit den weltbekannten Uhrenmarken Omega, der grössten Uhrenmarke der Welt Rolex, dem grössten Uhrenkonzern der Welt Swatch und Mido zählt Biel zu den bedeutendsten Uhrenstädten weltweit. Daneben befinden sich weitere kleine und mittlere Uhrenhersteller und Uhrenmanufakturen in Biel.
Des Weiteren hat der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH seinen Sitz in Biel.

Durch die Krise 1970/80 wurde Biel hart getroffen und die Uhrenindustrie verlor ihre seit dem 19. Jahrhundert dominante Stellung in der Bieler Wirtschaft, währen die Maschinenindustrie an Bedeutung gewann. Diese Unternehmen der Präzisions(mechanik)- und der Maschinenindustrie sind in Biel traditionell ansässig.

Durch diese Rezession beschleunigte sich der Wandel Biels von einer reinen Industrie- zu einer Industrie- und Dienstleistungsstadt.
Denn in den 1950er und 60er Jahren war Biel die einzige Industriestadt des Kantons Bern, damals entfielen 65 bis 70 Prozent der Arbeitsplätze auf den Industriesektor. Anfang der 1990er Jahre dagegen arbeiteten 65 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungs- und nur noch 35 Prozent im Industriesektor, wobei Biel im schweizerischen Vergleich eine höhere Quote der Beschäftigten im Indutriesektor aufweist.
Unweit von Biel befinden sich drei weitere wichtige Schweizer Uhrenstädte: La Chaux-de-Fonds, Grenchen und Le Locle.

ommunikatio
Die Stadt Biel legt, auch aufgrund der Zweisprachigkeit, seit den 1990-Jahren neben der Uhren-, Präzisions- und Maschinenindustrie einen besonderen Augenmerk auf die Kommunikationsindustrie. Die von der Uhrenindustrie geprägte Stadt versucht sich also als "Stadt der Kommunikation" einen neuen Namen zu machen und konnte in den letzten Jahren von Zuzügen nationaler Telekommunikationsunternehmen wie Orange, Sunrise, 1818 Auskunft profitieren. Ebenfalls in dieser Zeit sind die Firmen Finecom (Internetserviceprovider / Kabelnetzprovider) und netrics (Hosting/Housing) in Biel entstanden.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat seinen Sitz in Biel und auch der Sitz der Schweizerischen Teletext AG befindet sich im Bieler Kongresshaus.

Biel und das Automobil
Smart
* 1886: das erste Fahrzeug ohne Pferde hat in Biel Première; es ist ein von einer Dampfmaschine angetriebenes Dreirad, entworfen durch den 25 Jahre alten Fritz Henriod.
* 1893: Fritz Henriod entwirft sein zweites Automobil, diesmal mit Verbrennungsmotor.
* 1897: die Gebrüder Henriod eröffnen das erste Schweizer Fahrzeugunternehmen; im Jahre 1899 muss dieses aber wieder geschlossen werden.
* 1930: das Bieler Technicum eröffnet eine Automobilabteilung. (heute Berner Fachhochschule für Technik und Informatik, Bereich Automobiltechnik).
* 1935–1975: General Motors Schweiz AG montiert in Biel hinter dem Bahnhof in heute denkmalgeschützten Gebäuden Fahrzeuge der Marke Opel.
* 1993: das Solarfahrzeug "Spirit-of-Biel-Bienne", welches durch die Ingenieurschule Biel gebaut wurde, gewinnt die World Solar Challenge in Australien.
* 1996: die Swatch Group entwickelt in Zusammenarbeit mit Daimler-Benz den Smart; am Anfang waren die Büros in Biel beheimatet.
* 2007: vom 30. März bis 1. April findet zum ersten Mal die Auto Expo auf dem Expopark Biel-Nidau statt.

Medien
Zeitung
In Biel erscheinen vom gleichen Verleger, der W. Gassmann AG, jeden Werktag die deutschsprachige Tageszeitung Bieler Tagblatt und das französischsprachige Pendant, das Journal du Jura.

Allen Bieler Haushalten und den Haushalten der Umgebung wird wöchentlich gratis die zweisprachige Wochenzeitung Biel-Bienne zugestellt, welche vom Büro Cortesi herausgegeben wird.

Der Bieler Amtsanzeiger (Feuille officielle de Bienne) ist das städtische Amtsblatt und erscheint einmal wöchentlich jeweils am Mittwoch.

Radio
Neben den nationalen Sendern und den überregionalen Sendern strahlt das Bieler Lokalradio Canal 3 sowohl ein deutschsprachiges Programm (in Biel und im Seeland auf 98.6, in Biel-Bellmund und Neuenstadt auf 92.8 und in Grenchen auf 87.8 Mhz), als auch ein französischsprachiges Programm aus (in Biel und im Seeland auf 106.8 und in Bienne-Bellmund und in Neuenstadt auf 94.0 Mhz). Beide Programme können auch weltweit auf www.canal3.ch empfangen werden.

Die Nationale Verkehrszentrale (via suisse) ist im Bieler Kongresshaus beheimatet.

Fernsehen
Der Bieler Lokalsender TeleBielingue strahlt für die Region und die Stadt Biel täglich ein Programm mit Themen aus der Region aus.

Auch die SRG SSR idée suisse hat ein Büro im Kongresshaus.

Schweizerische Depeschenagentur
In Biel ist eine der schweizweit 13 Regionalredaktionen der Schweizerischen Depeschenagentur beheimatet.

Verkehr
Autoverkehr
A5-Ostumfahrung, Durchstich des ersten Abschnitts Bözingen-Orpund am 20. November 2009
Die Stadt ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen, aber trotzdem leidet sie stark unter Verkehrsüberlastung, da sie eine der wenigen Schweizer Städte ist, die nicht umfahren werden können.

Gut ausgebaute Strassenverbindungen bestehen mit der T6 / A6 zur Kantonshauptstadt Bern. Auch ist Biel, als Tor zum Jura, mit der seit langer Zeit in Bau befindenden Transjuranne bald direkt mit Moutier (dt. Münster), Pruntrut, Delsberg und Basel verbunden.
Pünktlich zur Expo.02 wurde die Autobahn in Richtung Grenchen–Solothurn–Egerkingen fertig gestellt. Dadurch rollt rund 30% mehr Schwerverkehr durch die Stadt, da diese noch immer nicht umfahren werden kann.

In den nächsten Jahren wird die dringend benötigte und seit Jahrzehnten geplante Umfahrung Biels in Angriff genommen. Die 4,9 km lange Ostumfahrung (Ostast) mit insgesamt 4 km Tunnelstrecke soll 2015 fertig gestellt werden. Die Realisierung der komplizierten 5,2 km langen Westumfahrung (Westast) ist für 2019 geplant.

Nur in Richtung Neuenburg–Lausanne–Genf besteht noch keine durchgehende Autobahn. Die Routenführung am Bielerseeufer ist noch unklar.

Bahnhof Biel

Bahnverkehr
Die wichtige West-Ost-Bahnverbindung, die Jurafusslinie, führt von Genf über Biel bis nach Zürich und weiter bis nach Romanshorn ans andere Ende der Schweiz. Weitere Verbindungen bestehen mit der S-Bahn und dem Schnellzug nach Bern, in den Jura, mit der Juralinie bis nach Basel und mit der Biel-Täuffelen-Ins Bahn dem rechten Seeufer (Südufer des Bielersees) entlang bis nach Ins.
Ein Nadelöhr befindet sich am Ufer des Bielersees in der Nähe von Ligerz, wo die Strecke noch nicht zweispurig ausgebaut ist, weshalb nicht immer im Halbstundentakt gefahren werden kann.

Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr sorgen die von den Verkehrsbetriebe Biel (VB) betriebenen 13 Stadtbuslinien (Trolleybusse und Autobusse).

Daneben gibt es Postautolinien und weitere Buslinien in verschiedene Dörfer und Städte rund um Biel. Im letzten Jahrhundert verkehrten auch Strassenbahnen in Biel, welche aber dem „Fortschritt“ weichen mussten.

Von Biel aus existieren zwei durch FUNIC (vom französischen Funiculaires = Seilbahnen) betriebene Standseilbahnen, welche im regelmässigen Taktfahrplan sowohl Magglingen (Biel-Magglingen-Bahn) als auch Leubringen (Biel-Leubringen-Bahn) mit Biel verbinden.

BSG im Hafen
Schifffahrt
Auf dem Bielersee verkehren 9 Kursschiffe der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG). Die BSG verfügt über das grösste Kursschiff der drei Seen (MS St. Petersinsel) und über das grösste solar-elektrisch angetriebene Passagierschiff der Welt (MobiCat). Diese bedienen als Kurs- und Ausflugsschiffe neun verschiedene Orte am Ufer des Bielersees, die St. Petersinsel, acht Orte entlang der Aare bzw. des Nidau-Büren-Kanals bis nach Solothurn. Beim Regulierwehr Port passieren die Schiffe eine Schleuse. Die so genannte Drei-Seen-Rundfahrt führt zum Bielersee, zum Neuenburgersee und auf den Murtensee.

Flughafen
In den wirtschaftlich guten 1960er- und 1970er-Jahren wurde in Biel von einem Flughafen geträumt. Doch dieses Vorhaben wurde nie realisiert.
Östlich der Stadt befindet sich der regionale Flugplatz Grenchen mit ca. 80"000 Flugbewegungen pro Jahr, der ganzjährig betrieben wird.
In Kappelen befindet sich der kleine Flugplatz mit Graspiste Biel-Bienne-Kappelen mit ca. 8"400 Flugbewegungen pro Jahr.
Die internationalen Flughäfen Zürich und Genf können von Biel aus direkt per Bahn ohne Umsteigen erreicht werden. Nach Zürich Flughafen gibt es 2 direkte Verbindungen pro Stunde (Fahrzeit ca 1:30), nach Genf Flughafen gibt es eine direkte Verbindung pro Stunde (Fahrzeit ca 1:35).

Bildung
Biel hat eine wichtige Funktion als Bildungszentrum des Seelandes und des Berner Juras. Nicht zuletzt aufgrund der Zweisprachigkeit ist das Schulangebot auf allen Stufen, vom Kindergarten bis zum Hochschulbereich, überdurchschnittlich reichhaltig und wird sowohl in deutscher als auch französischer Sprache angeboten.

Obligatorische Schulen
Die Stadt Biel ist in die drei Schulkreise Biel-Stadt, Madretsch und Mett-Bözingen eingeteilt. Die obligatorische Schulzeit dauert neun Jahre, bestehend aus sechs Jahren Primarstufe (1.–6. Klasse) und drei Jahren Sekundarstufe I (7.–9. Klasse oder 7.–8. Klasse und Quarta).

Die Primarstufe wird in dreizehn deutschsprachigen und elf französischsprachigen Schulen besucht.
Auf Sekundarstufe steht pro Schulkreis je ein deutsch- und ein französischsprachiges Oberstufenzentrum (OSZ) zur Verfügung. Es sind dies die OSZ Rittermatte (Biel-Stadt), OSZ Madretsch und OSZ Mett-Bözingen, sowie die Collèges de la Suze (Biel-Stadt), des Platanes (Madretsch) und du Châtelet (Mett-Bözingen). Das Angebot wird ergänzt durch mehrere Privatschulen.

Weiterführende Schulen
Gymnasium Alpenstrasse
Biel beherbergt drei Gymnasien, namentlich das Gymnasium Alpenstrasse (zweisprachig deutsch/französisch), das Seeland Gymnasium (deutsch; mit den Abteilungen Deutsches Gymnasium Biel und Gymnasium Linde) und das Gymnase français de Bienne (französisch), wobei das Seeland Gymnasium das grösste des Kantons Bern ist. Sowohl das Gymnasium Alpenstrasse als auch das Seeland Gymnasium in Zusammenarbeit mit dem Gymnase français de Bienne bieten eine zweisprachige (deutsch/französisch) Matura an.

Zu den bedeutendsten tertiären Bildungseinrichtungen in Biel zählen:
*die Hochschule für Technik und Informatik (HTI) mit den Abteilungen Automobiltechnik, Elektro- und Komminukationstechnik, Maschinentechnik, Mikro- und Medizinaltechnik sowie Informatik.
*die Hochschule für Architektur, Holz und Bau (AHB), mit den Abteilungen Holz und Ingenieurwesen.
*die Hochschule der Künste Bern (HKB), mit den Abteilungen Oper, Theater, Rhythmik sowie Literatur
*die Eidgenössische Hochschule für Sport in Magglingen (EHSM)

Diese Hochschulen bilden alle Departemente der Berner Fachhochschule und bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an.

Weitere wichtige weiterführende Schulen sind die Schule für Gestaltung Bern und Biel, das Schweizerische Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation (SAWI), die Pflegeberufsschule Biel-Seeland und die sanu|bildung für nachhaltige Entwicklung.

Daneben existieren weitere Berufsschulen, Weiterbildungseinrichtungen, eine Volkshochschule, ein Konservatorium und Sprachschulen.

nfrastruktur und Gesundheitswese
esundheitswese
Die Stadt Biel besitzt als Haupt-, Intensiv- und Notfallspital das Spitalzentrum Biel, mit je einer Abteilung für Erwachsene und Kinder (Kinderspital Wildermeth). Dieses zweisprachige, am Jurasüdfuss im Beaumontquartier gelegene Spital ist das öffentliche medizinische Zentrum der zweisprachigen Region Biel-Seeland und des südlichen Berner Juras.
Als grösstes regionales Spitalzentrum im Kanton Bern gewährleistet das Spitalzentrum Biel eine umfassende Versorgung in nahezu allen medizinischen Fachgebieten. Zu seinem Leistungsspektrum gehören auch Spezialgebiete, die im Spitalwesen der Region einmalig sind.

Des Weiteren existiert seit 1954 die Privatklinik Linde, welche sich auf einem bebauten Hügel des Quartiers Madretsch befindet. Sie bietet neben einem umfassenden Leistungskatalog ebenfalls einen 24-Stunden-Notfall an und ist die führende Privatklinik in der Region Biel–Seeland–Berner Jura, sowie ein Medizin- und Gesundheitszentrum. Daran angeschlossen ist die bekannte Sportklinik Villa Linde.

Die überdurchschnittliche Kumulation von weiteren kleinen Kliniken und Arztpraxen erklärt sich aus der zentralörtlichen Funktion der Stadt Biel für die Region.

erichte und Behörde
In Biel befindet sich das erstinstanzliches Gericht des Kantons Bern, welches für den Gerichtskreise II Biel-Nidau zuständig ist.

Daneben haben das Jugendgericht für das Seeland, die Staatsanwaltschaft für den Berner Jura und das Seeland, das Untersuchungsrichteramt für den Berner Jura und das Seeland sowie das Arbeitsgericht der Stadt Biel und der Agglomerationsgemeinden in Biel ihren Sitz.

Da Biel mit Leubringen einen eigenen Amtsbezirk bildet, befindet sich auch ein Regierungsstatthalteramt in der Stadt.

Abfall, Energie- und Wasserversorgung
Die Energie-, Erdgas- und Wasserversorgung der Stadt Biel werden vom Energie Service Biel/ Bienne (ESB), einer unselbständige öffentlich-rechtliche Gemeindeunternehmung im Besitz der Stadt Biel, wahrgenommen. Dieses Unternehmen versorgt auch umliegende Gemeinden, wie z.B. Nidau, mit ihren Dienstleistungen.

Das Trinkwasser stammt zu 30 % aus Grundwasser aus dem Grundwasserwerk Gimmiz, zu 10 % aus der Karstquelle Merlin bei Frinvillier und der Leugenenquelle in Biel sowie zu 60% aus aufbereitetem Bielerseewasser.
Das Bielerseewasser weisst eine sehr gute Qualität auf, da die mittlere Verweilzeit des Wassers im See mit 60 bis 70 Tagen im Vergleich zu anderen Gewässern extrem klurz ist und die für schweizerische Verhältnisse überdurchschnittliche Windtätigkeit am Jurasüdfuss sorgen für eine gute Durchmischung der Wassermassen.
In Biel wird Wasser verschiedener Herkunft gemischt. Die Härte bewegt sich demzufolge im Bereich mittelhartes Wasser und weisst eine französische Wasserhärte zwischen 18 und 22°fH auf.

Die Bielersee Kraftwerke AG, an der die Stadt Biel zur Hälfte beteiligt ist, produziert jährlich weit über 100 Millionen Kilowattstunden Strom. Zur Bielersee Kraftwerke AG gehören die Wasserkraftwerke Hagneck, Brügg und Biel-Bözingen.

Der Strom der ESB besteht zu 47% aus erneuerbarer Quellen (Wasserkraft) und zu 50% aus nicht erneurbaren Quellen, wobei die fossilen Energiträger unter 1% ausmachen und der Rest aus der Kernkraft stammt. Somit stammt der Strom in Biel und Umgebung überdurchschnittlich aus Wasserkraft.

Daneben wird im Kleinwasserkraftwerk Taubenloch in Biel der ESB auch Strom erzeugt, wobei dieser Strom ausschliesslich aus erneurbarer Energiequellen der Schweiz stammt und zu 93% aus Wasserkraft hergestellt wird.

Kultur, Kunst & Sehenswürdigkeiten
Kultur und Museen
Veranstaltungszentrum des AJZ (Chessu/Coupole)
Biel hat verschiedene kulturelle Einrichtungen zu bieten. Das "Museum Schwab" ist ein historisches Museum mit einer archäologischen Sammlung, das "Museum Neuhaus" stellt in einer historischen Textilfabrik Kunst und Geschichte aus und seit 1985 kann die renovierte Wohnung der Stifterin Dora Neuhaus (1889–1975) besucht werden, das "CentrePasquArt", ein Zusammenschluss von Kunsthaus, Photoforum, Kunstverein und Filmpodium befasst sich mit moderner Kunst. Weitere Museen sind das "Maschinenmuseum Centre Müller", welches in rekonstruierten Werkstätten des beginnenden 20. Jahrhunderts 150 Maschinen aus den Jahren 1880 bis 1940 ausstellt, das "Optische Museum", mit Optikgegenstände aus 4 Jahrhunderten und das "Omega Uhrenmuseum", Uhrenmuseum der gleichnamigen Uhrenmarke.
Ausserdem existieren mehrere Konzertsäale, verschiedene Theater, Keller, Bibliotheken, Kinos, Ludotheken und der Gaskessel (Chessu/Coupole) des Autonomen Jugendzentrums. Die Stadt besitzt auch einen Tierpark.

Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Abseits des Passantenstroms am nördlichen Rand der Stadt befindet sich die aus dem 15. bis 18. Jahrhundert stammende Bieler Altstadt, eine der besterhaltenen Europas. Sehenswert ist die gut erhaltene Altstadt allemal. Kleine Geschäfte, lokales Gewerbe wie Metzgereien, Brockenhäuser und Restaurants fügen sich sanft in die historischen Gassen ein. Leuchtreklamen sind genauso abwesend wie Filialen von Grossverteilern oder gar Neubauten. Nur ein kleiner Teil darf mit dem Auto mit 20 km/h befahren werden. Der spätgotischen "Stadtkirche" (1451–70) am "Ring" gilt besondere Beachtung. Weitere sehenswerte Bauten sind das "Zunfthaus der Waldleute" (spätes 16. Jahrhundert) mit seinem Erker, der "Vennerbrunnen" (1546), die "Alte Krone" (1582) mit zwei Stufengiebeln und einem Treppenturm und das "Rathaus" (1530). Am Burgplatz befindet sich seit 1842 im alten Zeughaus das Stadttheater Biel, das als kleinstes öffentliches Ensembletheater der Schweiz gilt. Es ist Sitz des Theaters Biel-Solothurn.

Datei:Picswiss BE-98-19 Biel- Burgplatz mit Gerechtigkeitsbrunnen.jpg|Burgplatz mit Gerechtigkeitsbrunnen in der Mitte
Datei:CH Biel Altstadt-3.JPG|«Bäsätööri», das nordwestliche Tor in der alten Stadtmauer
Datei:CH Biel Altstadt-2.JPG|Burgturm am Nordwestrand der Altstadt

Bahnhof
"→ Hauptartikel: Bahnhof Biel/Bienne"

Der neoklassizistische Bieler Bahnhof wurde 1923 an einem neuen Ort erbaut. In ihm befindet sich ein praktisch unverändertes Bahnhofsbuffet, welches im Art-Déco-Stil errichtet wurde. Des Weiteren ist ein Wartesaal Erster Klasse aus dieser Zeit noch unverändert vorhanden.
Das schützenswerte Bahnhofsbuffet und der Wartesaal Erster Klasse sind durch Umbaupläne des Bahnhofs durch die SBB betroffen und könnten, wenn die Petition gegen diesen Umbau des Bahnhofbuffets und Wartesaals der Bieler Bevölkerung nicht fruchtet, verschwinden.
Der Bieler Bahnhof gehört mit einem Pendlerstrom von ca. 50"000 Personen pro Tag zu den 10 grössten Schweizer Bahnhöfen.
Über die ganze Stadt verteilt finden sich gut erhaltene frühere Tramwartehäuschen aus den 1930er-Jahren. Viele werden heute als Buswartehäuschen gebraucht, andere dienen nur noch als Kunstwerk. Die bedeutendsten befinden sich am Zentralplatz, Juraplatz und Kreuzplatz.

Bloeschhaus
Dies ist der Sitz des Stadtpräsidenten und der Stadtkanzlei. Die klassizistische Villa befindet sich an der Mühlebrücke 5.

Brunnen
Ungefähr 72 Brunnen befinden sich auf dem Bieler Stadtgebiet. Die ältesten und sehenswertesten befinden sich in der Altstadt. Das Wasser ist Trinkwasser und stammt aus der Römerquelle und der Quelle an den Falbringen. Im 16. und 17. Jahrhundert galten die Brunnen als heilig. Verschmutzer wurden gebüsst. Bis ins 20. Jahrhundert holten sich die Bieler das Wasser aus den Brunnen zum täglichen Gebrauch.

Der Vennerbrunnen liegt am Ring in der Altstadt und ist der älteste Brunnen der Stadt. Er ist das Symbol für Wehrhaftigkeit und das Recht auf eigene Truppen. Der Sockel wurde 1546 und der Bannerträger 1557 geschaffen.

Der in der Altstadt am Burgplatz gelegene Gerechtigkeitsbrunnen wurde 1535 nach der Vollendung des Rathauses gebaut. Die Justitia wurde erst 1714 vom französischen Emigranten Jean Boyer geschaffen. Sie ist das Symbol eigener Gerichtsbarkeit.

Der an der Obergasse in der Altstadt gelegene Engelsbrunnen ist das Symbol für den Schutz der menschlichen Seele vor dem Bösen durch einen Engel. Der Brunnenstock und das Standbild stammen aus dem Jahre 1563.

Am Walkeplatz, am Marktplatz, am Brunnenplatz, am Zentralplatz (1871) und im Pasquartquartier (mehrere Brunnen um 1866) befinden sich äusserst gut erhaltene und gepflegte Brunnen aus dem 19. Jahrhundert.


Datei:biel_vennerbrunnen.jpg|Sockel des Vennerbrunnens
Datei:biel_engelsbrunnen.jpg|Standbild auf dem Engelsbrunnen


Pasquart-Kirche
Kirchen
Da Biel zweisprachig ist, befinden sich neben verschiedenen kleineren Gotteshäuser je eine deutschsprachige und eine französischsprachige reformierte Kirche. Die Stadtkirche am Ring wird von den deutschsprachigen und die Kirche Pasquart an der Seevorstadt wird von den französischsprachigen besucht. Die grösste katholische Kirche befindet sich an der Juravorstadt.

Naherholungsgebiete
Fast das gesamte Seeufer auf dem Stadtgebiet ist als ausgedehnte Erholungszone mit Freizeit- und Sportanlagen, Schwimmbad, Seebad, Bootshafenanlagen, und Spielwiesen gestaltet. Es handelt sich hierbei um das Gelände welches sich bis nach Nidau erstreckt, auf welche die Schweizerische Landesausstellung Expo.02 stattgefunden hat. Der Strandboden wurde 1973 aufgeschüttet und befindet sich an diesem Ort wo sich bis 1973 der Bielersee und die Uferpromenade befand.
Das überbaute Stadtgebiet wird neben der Seepromenade durch mehrere Parks und Grünanlagen aufgelockert. Diese sind der Stadtpark, der Elfenaupark, die Mühleinsel, Schüsspromenade, Aussichtsterrasse Jutzhubel und der Tierpark. Zu den weiteren Naherholungsräumen zählen der Büttenbergwald zwischen Biel und Orpund, der Längholzwald zwischen dem nahtlos zusammengewachsenen Siedlungsgebiet Biels und Brüggs, die Hänge des Jurasüdfusses und die Rebbaugebiete am Bielersee westlich der Stadt sowie die St.Petersinsel im Bielersee.

Neustadt
Bauhaus und internationaler Stil
Der Stadtteil um die Bahnhofstrasse und den Zentralplatz wird häufig von Nicht-Einheimischen als Altstadt aufgenommen. Dieser Teil der Stadt entstand aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Wobei Biel für diesen Stadtteil 1930 eine damals äusserst moderne Flachdachbauweise vorschrieb.
Zwischen dem Bahnhof und dem Zentralplatz, sowie den Parallelstrassen, findet sich eine einzigartig grosse Ansammlung von Häusern im Bauhaus- oder internationalen Stil aus den 1920 und 1930-Jahren, die alle entweder weiss oder in den hellbeigen Tönen des Jurasteins gehalten sind. Von ihrer Homogenität und Ausprägung ist dieses Gebiet mit der Bauhausstadt Dessau und der Weissen Stadt in Tel Aviv vergleichbar.
Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Biel vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 2004 den Wakkerpreis.

Jahrhundertwende
Nördlich des Flusses Schüss und zwischen dem Zentralplatz und der Mühlebrücke befindet sich ein um die Jahrhundertwende gebautes Stadtgebiet Biels. Dieses ist geprägt durch Jugendstil Wohn- und Geschätshäuser und grossbürgerlichen Häuser der Jahrhunderwende.
In den 1960/70-Jahren wurden etliche, aus heutiger Sicht erhaltenswerte, Häuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Dies sind u.a. mehrere Häuser in der Nidaugasse, Häuserzeilen am General-Guisan-Platz und das Haus Rüschli an der Zentralstrasse.

Pavillon Felseck
Das Pavillon Felseck oberhalb der Stadt Biel in den Hängen des Jurasüdfusses wurde 1825 aus Holz erbaut. Das Pavillon fiel aber 1893 einer Brandstiftung zum Opfer. Fünf Jahre später entstand der neue Steinpavillon in Form eines antiken toskanischen Rundtempels.

Blick über die Hafenanlage und den Bielersee bei Sonnenuntergang
Strandboden
Der Teil vom heutigen Bahnhof bis zum Seeufer wurde ab 1973 aufgeschüttet und so entstand anstelle der Uferpromenade der Strandboden. Dies ist ein sehr beliebter Ort um zu schlendern, Sonnen zu baden und die Aussicht auf den See und die St. Petersinsel zu geniessen.

Strandbad
Das Bieler Strandbad wurde in den 1920er-Jahre im Bauhaus-Stil erbaut und auf die Expo.02 sanft renoviert.
Die halbrunde zum See offene Form ist typisch für die Architektur von Geselschaftsbauten dieser Zeit.

Hochhaus des Kongresshauses
Kongresshaus
Das 1966 eröffnete Kongresshaus ist das bauliche Wahrzeichen des modernen Biels. Es wurde von Max Schlup entworfen. Zu dieser Zeit hatte das Kongresshaus das grösste Hängedach Europas. Das Kongresshaus dient als Kongresszentrum, Konzertgebäude und besitzt auch ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Fitnessanlage. Im dazugehörenden Turm sind verschiedene Büros, u.a. die verscheidenen Stadtverwaltungen, beheimatet.

Schwanenkolonie
Die über 100-jährige gemeinnützige Schwanenkolonie an der Biel-Schüss beheimatet in ihren Volieren verschiedene einheimische Vögel und besitzt daneben einen Wildvogelgarten.

Taubenlochschlucht
Der Eingang zur wildromantischen Taubenlochschlucht befindet sich in Biel-Bözingen. Die 2 km lang Wanderung entlang der Schüss in der Jurakluse endet in Friedliswart (Frinvillier). Am Ende der Schlucht wird in einem Kleinwasserwerk Strom produziert.

Tramwartehäuschen

Tramwartehäuschen am Kreuzplatz
Über die ganze Stadt verteilt finden sich gut erhaltene frühere Tramwartehäuschen, auch aufgrund ihrer Form "Pilze" genannt, aus den 1930er Jahre. Viele werden heute als Buswartehäuschen gebraucht, andere dienen nur noch als Kunstwerk oder als Treffpunkt der Bewohner Biels. Die bedeutendsten befinden sich am Zentralplatz, Juraplatz und Kreuzplatz.

Architektu
Neues Bauen in Biel
Als erste und einzige Schweizer Stadt erhielt Biel 1930 Sonderbauvorschriften, die das Flachdach vorschreiben. Für das neu entstehende moderne Geschäftsviertel im Bahnhofquartier waren diese Bauvorschriften zwingend. Der hauptverantwortliche Förderer der Bieler Moderne war der Stadtbaumeister Otto Schaub.

Veranstaltungen
Alljährliche Veranstaltungen
* Bieler Fasnacht (Ende Februar bis Anfang März; der Kinderumzug ist einer der grössten seiner Art in Europa)
* Bielerseefest mit Feuerwerk am Strandboden und auf dem See jeweils am 31 Juli (Fest zum Nationalfeiertag der Schweiz jeweils am Vorabend in Biel)
* Braderie (Ende Juni)
* Barbarie (gleiche Zeit wie Braderie)
* Altstadtchilbi (Ende August)
* Podring (Kultur mit Musik und Ausstellungen in der Altstadt)
* Bieler Messe
* Internationales Bieler Schachfestival
* Bieler Lauftage mit dem berühmten 100 km Lauf (Juni)
* Bieler Phototage
* Das Festival du film français d"Helvétie
* Internationales Oldtime Jazz Festival Biel/Bienne
* Die Comdays – Bieler Kommunikationstage
* Die Babyday – Die Messe rund um Babys und Kleinkinder
* Show Your Steps, jährlicher nationaler Tanzwettkampf im Kongresshaus
* Die Weihnachtsausstellung des Bieler Kunstvereins

Alljährlich finden im September die internationalen Kommunikationstage statt. Diese werden durch das Bundesamt für Kommunikation organisiert.

Türme und Helixbrücke auf der Plattform Arteplage der Expo.02
Expo.02
Gemeinsam mit den Städten Neuenburg, Murten und Yverdon-les-Bains war Biel Gastgeber der Schweizerischen Landesausstellung Expo.02 im Jahr 2002. Das als „Arteplage“ bezeichnete Ausstellungsgelände befand sich teilweise auf einer in den Bielersee gebauten, temporären Plattform und teilweise auf dem Bieler Strandboden und dem Nidauer Expo-Park. Nach dem Ende der Expo.02 wurde alles zurück gebaut und es sind nur noch wenige Objekte der Expo.02 zu sehen. Diese sind der Feldstecher mit imaginärem Ausblick auf die Expo.02-Plattform am Strandboden, die absichtlich rostige Cabanne am Ufer der Schüss an der Gottstattstrasse, den ehemaligen Expo.02-Pavillon „Territoire Imaginaire“ (heute: Veranstaltungsgebäude: le Pavillon) an der Zentralstrasse und das Terminal B in Brügg.

ulinarische Spezialitäte
Als kulinarische Spezialität der Stadt Biel gelten die «Bieler Bsetzisteine (frz. Pavé de Bienne)», (dt. Bieler Pflastersteine) eine exquisite zarschmelzende schokoladenpralinen Spezialität. Die Confiserie Progin stellt diese traditionelle Spezialität seit alters her, wobei diese Spezialität nun in vielen Bieler Bäckereien und Confiserien angeboten werden.

Weitere Spezialitäten sind Eglifilets Bieler Art und in der Weinbauregion am Bielersee die Treberwurst.

Sport
Sportvereine
Alexandre Tremblay vom EHC Biel
Der mit Abstand populärste Mannschaftssport in Biel ist Eishockey.
Der EHC Biel ist dreifacher Schweizer Meister im Eishockey. Seit der Saison 2008/09 spielt er wieder in der höchsten Liga der Schweiz, welcher der Club vor dem Abstieg 20 Jahre lang angehört hatte.

Im Fussball spielt der frühere Fussball-Schweizermeister FC Biel-Bienne seit der Saison 2007/08 wieder in der zweithöchsten Schweizer Fussballliga. Daneben existieren weitere kleine und mittlere Fussballvereine, die in tieferen Ligen spielen.

In weniger beachteten Sportarten spielen insbesondere der Handballverein HS Biel, die Skaterhockeyclubs Bienne Skaters 90 und Biel Seelanders und der American-Football-Verein Bienna Jets in den höheren Ligen.

Mit den Olympischen Spielen 2004 erlangte der Bieler Fechtclub schweizweit Bekanntheit, da dort Olympia-Sieger Marcel Fischers Karriere begonnen hatte. Er stammt aus der Gemeinde Brügg, unmittelbar bei Biel.

Des Weiteren existiert ebenfalls ein Klub des deutschschweizer Nationalsports Schwingen in der Stadt.

Dank der günstigen Lage Biels direkt am See befinden sich viele Ruderclubs, Segelclubs und andere Wassersportvereine am Ufer des Bielersees. Im Weiteren hat der Schweizerische Tennisverband (Swiss Tennis) seinen Sitz und ein Ausbildungszentrum in Biel.

Sportstätten
Biel verfügt über mehrere Sportanlagen wie z.B. das 7"000 Zuschauer fassende Eisstadion Biel und das 1913 erstellte und 15"000 Zuschauer umfassende Fussballstadion Gurzelen. Eine Curlinghalle, ein Bocciadrom, mehrere Tennisplätze und -hallen, Squashanlagen, Fechtanlagen und andere Sportstätten runden das Angebot ab.

Zurzeit sind drei neue Sportstadien in Planung: ein Fussballstadion, eine Eishalle sowie eine Curlinghalle. Das Projekt trägt den Namen Stades de Bienne und wurde vom Bieler Stimmvolk am 7. Dezember 2007 in einer Volksabstimmung deutlich gutgeheissen.

Sportveranstaltungen
International bekannt ist die Stadt auch für das seit 1968 jedes Jahr in der zweiten Julihälfte stattfindende internationale Schachfestival, das regelmässig eine grosse Anzahl von Schachinteressierten aus aller Welt nach Biel führt. 1976, 1985 und 1993 fanden hier auch die Interzonenturniere zur Schachweltmeisterschaft statt.

Der älteste 100 km-Lauf der Welt, die Bieler Lauftage, welche schon 1958 als Militärveranstaltung gegründet wurden, finden alljährlich in Biel statt. Jedes Jahr Mitte Juni zieht es einige Tausend Ausdauersportler und -sportlerinnen aus aller Welt zu dieser Veranstaltung und den weiteren Lauf- und Inlineangeboten dieser Lauftage.

Kurioses
In der Stadt Biel kommt der Samichlous (St. Nikolaus) traditionell bis eine Woche später als in der restlichen Schweiz, denn seit dem 18. Jahrhundert wird jeweils erst am zweiten Dienstag im Dezember gefeiert.
Der Grund dafür ist nicht mit Sicherheit bekannt; mehrere Geschichten und Legenden kursieren. Eine besagt, dass die Bäcker beim Bieler Altstadtbrand von 1367 wegen der Löscharbeiten keine Zeit gehabt haben, Lebkuchen zu backen und deshalb von diesem Zeitpunkt an der Chlouser-Tag verschoben wurde. Eine zweite Variante besagt, dass der Bischof von Basel nicht am gleichen Tag die Armenbescherung in Basel und Biel durchführen konnte und diese deshalb verschoben wurde. Als dritte Möglichkeit wird erzählt, dass der Chlouser-Markt auf den zweiten Dienstag im Dezember festgesetzt worden ist, um Terminkollisionen mit den vielen andern Märkten zu vermeiden, die früher meist donnerstags stattfanden.

Internationale Solidarität
Städtepartnerschaften
* Iserlohn (Bundesland Nordrhein-Westfalen/Deutschland) seit 1959
* San Marcos (Provinz Carazo/Nicaragua) seit 1987

Städtische Hilfsaktion Wien-Floridsdorf
Das Wiener Arbeiterquartier Floridsdorf (Österreich) war nach dem 2. Weltkrieg zu 50% zerstört und die Bevölkerung litt. Deshalb wurde die von alt Stadtpräsident Guido Müller präsidierte und durch Anregung Otto Kunz", Redakteur der Seeländer Volkstimme, gegründete Hilfsaktion "Biel hilft Floridsdorf" ins Leben gerufen.
Am 8. Januar 1947 trafen sechs Bahnwaggons mit Hilfsgütern aus Biel und den vielen dabei helfenden Seeländer Gemeinden in Wien-Floridsdorf ein und es konnten insgesamt über 26 Tonnen Lebensmittel und 21 Tonnen Bekleidungs- und Haushaltgegenstände an die notleidende Bevölkerung verteilt werden. In einer zweiten Phase wurde das Spital unterstützt.
Zur Erinnerung an die Hilfsaktion und aus Zeichen der Dankbarkeit wurde am 26. Juni 1948 unter Beisein Otto Kunz", des Bürgermeister von Wien Theodor Körner und Guido Müller der Bieler-Hof in Wien-Floridsdorf eingeweiht.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Robert Walser (Ende der 1890er Jahre)
Bundesrat Moritz Leuenberger
Die folgenden Persönlichkeiten sind in Biel geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Biel hatten oder nicht, ist dabei unerheblich.

* Thomas Wyttenbach (1472–1526), Reformator
* Nikolaus von Beguelin (1714–1789), Naturforscher und Gelehrter
* Emanuel Witz (1717–1797), Maler
* Georg Friedrich Heilmann, (1785–1862), Gesandter Biels am Wiener Kongress und Offizier
* Johann Siegmund Alioth (1788–1850), Fabrikant
* Eduard Blösch (1807–1866), Politiker
* Gustav Bridel (1827–1884), Ingenieur
* Hermann Aegler (1874–1944), Fabrikant
* Robert Walser (1878–1956), Schriftsteller
* Adrien Wettach (1880–1959), bekannt als Musikclown Grock
* Eduard Behrens (1884–1944), auch "Gottlieb Krähenbühl", Journalist und Schriftsteller
* Heinrich Huttenlocher (1890–1954), schweizerischer Geologe
* Alfred Bangerter (1909–2002), Ophthalmologe
* Maurice Edmond Müller (1918–2009), Orthopäde und Chirurg
* Géo Voumard (1920–2008), Komponist, Arrangeur, Pianist und Radiojournalist
* Jörg Steiner (* 1930), Schriftsteller
* Daniel Andres (* 1937), Musiker und Komponist
* Ernst Thomke (* 1939), ein Schweizer Industriemanager
* Franz Hohler (* 1943), Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher
* Moritz Leuenberger (* 1946), Bundesrat
* Hans Koch (* 1948), Holzbläser
* Marcel Fischer (* 1978), Degenfechter, Gewinner im Degenfechten an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen
* Andréa Zimmermann (* 1978), Skibergsteigerin

Weitere Persönlichkeiten
* Jakob Rosius (1598–1676), Astronom, Mathematiker, Lehrer und Theologe, lebte ab 1622 in Biel
* Friedrich Wilhelm Knoebel (1802–1871), Pädagoge und Publizist, Herausgeber des "Bieler Kurier"
* Élie Ducommun (1833–1906), Journalist, Geschäftsmann, Pionier der Friedensbewegung, 1902 Gewinner des Friedensnobelpreises, lebte vom 10. Juni 1872 bis am 28. April 1877 in Biel.
* Franz Eugen Schlachter (1859–1911), Bibelübersetzer der Schlachter-Bibel, Prediger, Schriftsteller und Buchautor, Herausgeber der Zeitung Brosamen von des Herrn Tisch, Erbauer der Evangelischen Kapelle in Biel, lebte seit 1889 in Biel
*Elisabeth Baumann-Schlachter (1887–1941), war eine christliche Schweizer Schriftstellerin und die Tochter von Franz Eugen Schlachter. Sie verbrachte ihre Jugend ab 1889 in Biel.

Literatur
* Oswald, Franz et al.: Helvéti-Cité: Das Projekt „Netzstadt Drei-Seen-Land“. Fallstudie zur urbanen Gestaltung des Territoriums, Zürich 2004 (Stadtplanung, gemeinsames Projekt der Städte Biel, Murten, Neuenburg und Yverdon-les-Bains zur Nachbereitung der Expo.02)
* Ehrensperger-Katz, Ingrid und Wick-Werder, Margrit: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 705/706: "Biel Bienne", Bern 2002, ISBN 3-85782-705-X
* Ehrensperger, Ingrid et al.: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 585/586: "Das Museum Neuhaus in Biel", Bern 1995, ISBN 3-85782-585-5
* "Biel-Bienne A–Z". Biel-Bienne Verlag, Biel 2008 (sowie ältere Auflagen)


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