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Berge, Burgen und Schnitzel bis zum Abwinken

Europa
Von Monika Angerer   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Verschwenderische Natur und freundlicher Service
Fans von Backhändel und Kaiserschmarrn, Wein und Most verbunden mit besonders freundlichem Service vor gigantischer Bergkulisse sind in Österreich immer gut aufgehoben und natürlich Naturliebhaber un Bergsteiger: Etwa 60 Prozent des Staatsgebietes besteht aus Bergen weshalb das Land oft Alpenrepublik genannt wird.
Galerie
Rauf und runter: Bergwandern in Österreich.

Nördlich der Donau liegt in Ober- und Niederösterreich das Granit- und Gneisplateau, Teil des alten Rumpfgebirges der böhmischen Masse, dessen Ausläufer bis nach Tschechien und Bayern reichen, jenseits der Ostgrenze schließen die Kleinen Karpaten an. Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit oft Steirische Toskana genannt wird. Das Burgenland läuft in die Pannonische Tiefebene aus und zeigt sowohl landschaftlich als auch klimatisch starke Ähnlichkeit zum östlichen Nachbarn Ungarn, zu dem es bis 1921 auch gehörte.

Von der Gesamtfläche Österreichs entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 Prozent liegen tiefer als 500 Meter, 43 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Österreich lässt sich in fünf Großlandschaften unterteilen: die Ostalpen, das Alpen- und Karpatenvorland, das Vorland im Osten, die Randgebiete des Pannonischen Tieflands und das Granit- und Gneisplateau.
Segeln und Surfen am Neusiedler See.

Berge
Gibt es außer im Burgenland eigentlich überall. Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798 m ist der Großglockner in den Hohen Tauern der höchste Berg. Die Gebirgslandschaft ist von großer Bedeutung für den Tourismus, es gibt viele Wintersportgebiete, im Sommer kann man im Gebirge Bergwandern oder Klettern.

Seen 
Der größte See Österreichs ist der Neusiedler See im Burgenland, ein Teil von ihm gehört zu Ungarn. Nummer zwei und drei im Seen-Ranking belegen der Attersee mit 46 km² und der Traunsee mit 24 km², beide in Oberösterreich. Auch ein kleiner Teil des Bodensees liegt auf österreichischem Staatsgebiet, allerdings sind die Staatsgrenzen auf dem Bodensee nicht exakt bestimmt. Für den Sommertourismus in Österreich haben die Seen neben den Bergen große Bedeutung, insbesondere die Kärntner Seen und die im Salzkammergut gelegenen. Jeder, der einen Fernseher zuhause hat, kennt den Wörthersee, der wie Millstätter See, Ossiacher See und der Weißensee in Kärnten liegen. Ebenso bekannt sind Mondsee und natürlich der Wolfgangsee, wo das berühmte „Weiße Rössl“ zuhause ist, an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich.

Flüsse
Der größte Teil Österreichs wird über die Donau zum Schwarzen Meer entwässert, nur kleine Gebiete im Westen über den Rhein und im Norden über die Elbe zur Nordsee hin. Große Nebenflüsse der Donau sind Lech, Isar und Inn, die in Bayern in die Donau münden. Die Mur entwässert den Salzburger Lungau und die Steiermark; sie mündet in Kroatien in die Drau, die wiederum Kärnten und Osttirol entwässert. Die Drau mündet in Kroatien an der Grenze zu Serbien in die Donau. Der Rhein entwässert die größten Teile Vorarlbergs, durchfließt den Bodensee und mündet in die Nordsee. Die Lainsitz ist zwar auf Grund ihrer Größe nicht von Bedeutung, aber sie ist der einzige österreichische Fluss, der von Niederösterreich über Tschechien zur Elbe entwässert.
Lebendiges Kulturerbe: Linz.

Städte und Ballungsräume
Das mit Abstand größte Siedlungsgebiet in Österreich ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von zirka 2 Millionen. Hier konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Landes, auch wenn die meisten Österreicher und die Wiener selbst behaupten, dass Wiener gar keine echten Österreicher seien - sondern eben Wiener… Weitere größere Stadtregionen umgeben die Landeshauptstädte Graz (Steiermark), Linz (Oberösterreich), Salzburg (Land Salzburg) und Innsbruck (Tirol). Zu den wichtigeren Städten zählen Feldkirch, Dornbirn und Bregenz, Villach und Klagenfurt, Wels, St. Pölten und Wiener Neustadt. Ein großes Problem, vor allem in wirtschaftlich schwachen Gegenden, ist die Abwanderung (Landflucht) der ländlichen Bevölkerung in die städtischen Ballungsräume.

Exklaven und Enklaven
Auf österreichischem Staatsgebiet findet sich mit dem Kleinwalsertal eine so genannte funktionale Enklave Deutschlands. Das Kleinwalsertal gehört zwar zu Österreich (Bundesland Vorarlberg) und grenzt geographisch direkt an dieses, ist aber aufgrund der topografischen Lage nur über Straßen von Deutschland aus zu erreichen. Eine weitere Enklave ist die Gemeinde Jungholz in Tirol, die von Österreich aus nicht erreichbar und nur durch den 1.636 m hohen Sorgschrofen mit Österreich verbunden ist. Die Saalforste sind österreichisches Staatsgebiet, stehen aber privatrechtlich im Eigentum des Freistaates Bayern.

Flora und Fauna
Auf Grund der verschiedenartigen Topographie in Österreich besitzt das Land eine abwechslungsreiche Flora und Fauna. Um diese zu schützen, wurden in den letzten Jahrzehnten sechs Nationalparks und zahlreiche Naturparks errichtet. Auch im Rahmen des UNESCO-Welterbes sind zahlreiche Flächen Österreichs nicht nur als Kulturerbe, sondern auch als Naturerbe ausgewiesen. Bei den Farn- und Blütenpflanzen kann Österreich mit zirka 2.950 Arten prahlen, allerdings sind da auch ausgestorbene und verschollene mit gezählt. Leider stehen 40 Prozent von ihnen (1.187 Pflanzenarten) auf der Roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht. Edelweiß und Enzian gelten als nationale Symbole und sind auf österreichischen Münzen abgebildet. Ungefähr 45.870 Tierarten kommen in Österreich vor, 2804 davon stehen auf der nationalen Rote Liste gefährdeter Arten. Im Alpenraum sind vor allem Gämsen und Hirsche anzutreffen. Früher waren der Eurasische Luchs und der Braunbär ebenfalls vertreten, seit den 1960er Jahren wird verstärkt versucht diese Arten wieder anzusiedeln
Edelweiß auf der Rax.

Klima
Das österreichische Klima ist gekennzeichnet von der Wechselwirkung des ozeanischen Klimas mit dem kontinentalen bzw. pannonischen Klima. Gemäß den Eigenheiten dieser Klimatypen ist der Osten Österreichs von kalten Wintern und heißen Sommern geprägt und es fällt ganzjährig nur mäßig Niederschlag. Der Westen des Landes sind die Winter meist milder und die Sommer eher warm. Hier liegen auch die niederschlagsreichsten Gegenden. Eine weitere Klimazone stellt das alpine Klima dar, welches im Gebirge die Winter strenger als im tiefer gelegenen Osten ausfallen lassen. Allgemein wird Österreich dem mitteleuropäischen Übergangsklima zugerechnet, mit Rücksichtnahme auf die Alpen im Zentrum und Westen und die pannonische Tiefebene im Osten.
Salzburg: Blick auf die Stadt.

Politisches System
Österreich ist nach der Bundesverfassung von 1920 in der Fassung von 1929, die 1945 wieder in Kraft gesetzt wurde, eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik, bestehend aus neun Bundesländern. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident, der für sechs Jahre direkt vom Volk gewählt wird, dabei ist nur eine einmalige Wiederwahl zulässig.

Tourismus
Der Tourismus stellt in Österreich einen gewichtigen Wirtschaftszweig dar. 2004 wurde eine Wertschöpfung von 21,16 Mrd. Euro aus dem Tourismus erzielt, das entspricht 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der Fremdenverkehr verteilt sich gleichmäßig auf Sommer- und Wintersaison, bedeutende Sparten sind auch Kultur-, Städte- sowie der Kur-, Wellness- und Tagungstourismus.
Anpfiff mit Alpenblick: Innsbruck macht seine Berge zu Fankurven.

Bergsport und Badetourismus
Die Berge spielen für Aktivurlauber sowohl im Winter als auch im Sommer für Bergwanderungen und Bergsteigen, eine bedeutende Rolle. Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798 m ist der Großglockner in Kärnten der höchste Berg. Österreich verfügt über zahlreiche Schutzhütten und 1083 km Wanderwege, die von den Alpenvereinen und Fremdenverkehrsverbänden betrieben werden.

Wintertourismus
Der Wintertourismus umfasst primär den Wintersport. Als vorwiegend von den Alpen beherrschtes Land gibt es in Österreich zahlreiche Möglichkeiten, den alpinen Skisport auszuüben. Insbesondere die Bundesländer Vorarlberg, Kärnten, Tirol und Salzburg bieten in beinahe jedem Alpental ein oder mehrere Skigebiete, die mit zahlreichen Aufstiegshilfen (Seilbahnen, Sessellifte, Schlepplifte) ausgestattet sind. Die großen Skiarenen in den österreichischen Alpen verfügen über 50 oder mehr verschiedene Liftanlagen und manchmal über 100 km präparierte Skiabfahrten. Aber auch in den östlichen Bundesländern gibt es viele Skigebiete, die häufig auch mit anderen Wintersportmöglichkeiten kombiniert sind, zum Beispiel mit Langlaufloipen, Rodelbahnen oder Thermalbädern. Zusätzlich gibt es in Österreich einige Gletscherskigebiete, die relativ unabhängig von der Schneelage ganzjährige Wintersportmöglichkeiten bieten.

Im Umfeld Wintersport werden jährlich 7,11 Mrd. Euro erwirtschaftet. Schätzungen nehmen an, dass jeder 14. Arbeitsplatz in Österreich direkt oder indirekt vom Wintersport abhängt. Die größten Wintersportgebiete liegen in Tirol und Vorarlberg (z.B. Arlberg, Lech/Zürs/Warth, Ötztal, Zillertal, Stubaital, Kitzbühel) und in Salzburg (z.B. Skiverbund Amadé, Saalbach Hinterglemm, Radstadt, Altenmarkt, Zauchensee, Obertauern). Wintertourismus findet auch in Kärnten (z.B. Nassfeld, Gerlitzen, Weißensee) und der Steiermark (z.B. Dachstein-Tauern-Region) statt.
Nach Wiener Original-Rezeptur: Sachertorte.

Küche
Bedingt durch die österreichische Geschichte, haben vor allem Kochkünste aus Ungarn, Böhmen, Italien und Frankreich Einfluss auf heute typisch österreichische Gerichte gehabt. Vervielfältigt wird das Angebot durch traditionelle regionale Kochkunst aus den Bundesländern. Typische Gerichte sind das Wiener Schnitzel, Backhendl, Brathendl, Gulasch und Fischgerichte wie Karpfen und Forelle. Weltweite Bekanntheit haben Süßspeisen erlangt, so zum Beispiel die Sacher-Torte, der Apfelstrudel und der Kaiserschmarrn.
Überblick
 

 

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