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Belfort

Frankreich, Belfort
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Belfort 1675
Belfort mit der Kathedrale St-Christophe
Der Löwe, Wahrzeichen Belforts
Der Bahnhof von Belfort
Die Zitadelle
Kathedrale St. Christophe
"Belfort" (deutsch veraltet "Beffert" oder "Befert") ist eine Industrie- und Garnisonstadt in Ostfrankreich etwa 50 km südwestlich von Mülhausen. Die Stadt ist Verwaltungssitz ("chef-lieu") des Départements Territoire de Belfort und hat 52.000 Einwohner (Stand: 2007), mit Vororten ca. 78.000.

Geschichte
Belfort wird 1226 im Friedensvertrag von Grandvillars (Granwiller) zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Bedingt durch ihre Lage in der Burgundischen Pforte hatte die Stadt früher eine große strategische Bedeutung. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 gehörte das französischsprachige Belfort zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich, danach zu Frankreich. Ab 1686 wurde die Zitadelle der Stadt von Vauban im Auftrag von Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut, die Stadt ummauert und mit einer Vielzahl heute noch erhaltener wehrhafter Türme versehen.

Vom Dezember 1813 bis April 1814 überstand die Festung 113 Tage lang unter dem Kommandeur Legrand einer Belagerung der Koalitionsarmee von Österreichern, Bayern, Kosaken und Ungarn. Im Juni/Juli 1815 leistete General Lecourbe mit 8.000 Mann erfolgreich Widerstand gegen eine Armee von 40.000 Österreichern. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 widerstanden die Truppen unter Oberst Pierre Marie Philippe Aristide Denfert-Rochereau 103 Tage lang einer Belagerung durch Preußen; erst auf ausdrücklichen Befehl der französischen Regierung wurden Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen übergeben, die die Festung teilweise schleiften. Durch diese erfolgreichen Widerstandsaktionen wurde Belfort und ihre Zitadelle zu einem bekannten Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillens.

Wahrzeichen der Stadt ist der aus gehauenen Sandsteinquadern gebildete monumentale Löwe von Belfort des Bildhauers Frédéric Auguste Bartholdi, der an die Belagerung erinnert. Das Denkmal wurde 1875 bis 1880 errichtet.

Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde das Territoire de Belfort, da jenseits des deutschen Sprachraums gelegen und mithin französischsprachig, nicht dem Deutschen Reich eingegliedert, wohingegen Teile des Elsass und Lothringen von Deutschland annektiert wurden.

Heute gehört das Territoire de Belfort mit seiner Hauptstadt Belfort zur Region Franche-Comté.

Wirtschaft und Infrastruktur
Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt durch die Herstellung von Kraftwerksanlagen, hauptsächlich durch die Firma Alstom, Teile der Produktion gehören heute aber auch zu General Electric. In Folge eines stark schrumpfenden europäischen Marktes für Kraftwerksanlagen und damit verbundener wirtschaftlicher Schwierigkeiten von Alstom nahm die Zahl der Beschäftigten auf dem Alstom-Gelände in den letzten zehn Jahren von ursprünglich 18 000 auf unter 6 000 ab, was zu großen wirtschaftlichen Problemen in der Stadt und der Region führte und führt.

Neben der Elektro- und Elektronikindustrie ist die Textil-und Maschinenbauindustrie vertreten; so werden heute bei Alstom die TGV-Züge gebaut.

Jeden ersten Sonntag von März bis Dezember findet in der gesamten Altstadt von Belfort seit 1966 Ostfrankreichs größter Flohmarkt statt.

Belfort besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, dieser ist auch Knotenpunkt der hier endenden Bahnstrecke Dole–Besançon–Belfort und der stillgelegten Bahnstrecke (Delémont–)Delle–Belfort, deren Reaktivierung 2012 nach Inbetriebnahme der LGV Rhin-Rhône mit dem neuen Bahnhof Belfort-Montbéliard TGV erfolgen soll.

Sehenswürdigkeiten

Weltliche Bauwerke
Die Zitadelle (frz. "La Citadelle"), ein Festungswerk des 17. Jahrhunderts der Baumeister Gaspard de la Suze, Vauban und Général François-Nicolas-Benoît Haxo), verantwortlich für den Umbau ab 1817, mit 1872 von privater Seite gegründeten Kunst- und Stadthistorischem Museum in der Kaserne und Aussichtsplattform

"Rathaus" am Place d"Armes (1724 vom Ingenieur Mareschal als Stadtpalais für François Noblat erbaut; 1784 von der Bürgerschaft Belforts aufgekauft; 1789 umgebaut unter Jean-Baptiste Kléber nach Plänen von Pierre Valentin Boudhor, bemerkenswertes Treppenhaus, Ehrensaal (1810) von Kléber mit Gemälden zur Geschichte Belforts, Fassade ebenfalls von Kléber)

"Place de la République" mit dem Bartholdi-Denkmal "des Trois Sièges" von 1913 und einigen markanten Bauten

"Markthalle" (1905 eröffnet)

"L"Étang des Forges" (See mit Rundwanderweg) mit darüberliegendem "La Tour de la Miotte", Turm eines Forts von 1830

"Breisacher Tor" (1687 von Vauban erbaut), nordöstlich der Altstadt gelegen, auf dem Frontgiebel das Emblem des Sonnenkönigs Ludwigs XIV.

"Fassadenmalerei" in Fresko-Technik, 47 berühmte Personen auf einer Fläche von 403 Quadratmetern, dargestellt von Ernest Pignon-Ernest (* 1942)

Kunstmuseum "Donation Maurice Jardot" mit mehr als 100 Gemälden bedeutender Künstler, 1997 von Jardot der Stadt Belfort vermacht, gleichzeitig eine Hommage an Daniel-Henry Kahnweiler, einem großen Kunsthändler, dessen Mitarbeiter Jardot 20 Jahre lang war

"Maison de Peuple" (Volkshaus), aus Stahlbeton konstruiert, 1933 eingeweiht, mit Dekoration im Stil der "arts déco"

Sakralbauten

Die Kathedrale St. Christophe de Belfort wurde in den Jahren von 1727 bis 1752 aus Vogesen-Sandstein am Place d"Armes erbaut, in der Zeit der französischen Revolution zum "Tempel der Vernunft" erklärt und mit der Errichtung des Bistum Belfort-Montbéliard im Jahr 1979 zur Kathedrale erhoben. Ihre Orgel (1750) von Valtrin gestaltete Calinet im 19. Jahrhundert um, bevor sie 1966 von Schwenkedel renoviert wurde. Nennenswert sind zwei Gemälde von Gustave Dauphin (1830 und 1843).

Synagoge

Denkmäler
Der Löwe von Belfort (22 Meter lang, 11 Meter hoch) aus Vogesen-Sandstein ist ein Werk von Auguste Bartholdi (1834-1904)

Das Denkmal "Quand Même" (1884) von Antonin Mercié am Place d"Armes, stellt eine Elsässerin während der Belagerung von 1870/71 dar, die einen sterbenden Soldaten in ihren Armen hält.







Bild:France-90-Belfort-Belvedere ouest.jpg|Belfort; links das Departementhaus, eine ehemalige Pionier- und Artilleriekaserne
Bild:Belfort Rathaus Ehrensaal.jpg|Belfort, Ehrensaal im Rathaus
Bild:Belfort Breisacher Tor.jpg|Das Breisacher Tor


Partnerstädte
* Leonberg (Baden-Württemberg)
* Skikda (Algerien)
* Delémont (Schweiz)
* Stafford (Großbritannien)
* Saporischschja (Ukraine)

Söhne und Töchter der Stadt
* Jean-Pierre Chevènement, Staatsminister
* Gustave Dauphin (* 1804 in Belfort), Maler
* Léon Deubel, Lyriker
* Bernard Gantner (1928), französischer Maler
* Michel Godard, Jazzmusiker
* Gérard Grisey, Komponist
* Étienne Mattler, Fußballspieler
* Tahar Rahim, Schauspieler
* Olivier Schoenfelder, Eiskunstläufer

Literatur
* Yvette Baradel u a.: "Histoire de Belfort", Roanne / Le Coteau: Horvath 1985

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.06.2017 18:34 von den Wikipedia-Autoren.
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