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Batumi

Georgien, Batumi
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"Batumi" (auch "Batum"; georgisch ) ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer und Hauptstadt der Autonomen Republik Adscharien im südwestlichen Georgien mit 121.806 Einwohnern (Volkszählung 2002), Wissenschaftsstandort mit Hochschulen, Universität, Marinefakultät und landwirtschaftlichem Institut.

Geografie

Batumi liegt auf einer flachen Halbinsel nahe der Mündung des Flusses Çoruh in das Schwarze Meer. Sie wird von steilen Hügelketten eingeschlossen, die im Vorfeld des Kleinen Kaukasus liegen. Die Vororte der Stadt mit alten Holzhäusern und Plattenbau-Siedlungen wurden in die Hügel hinein gebaut, während die Altstadt an das Meer grenzt.

Geschichte

Batumi im 19. Jahrhundert

Batumi wurde als griechische Kolonie unter dem Namen "Batis" gegründet. Er wird von den griechischen Worten "bathis limin" abgeleitet und bedeutet "tiefer Hafen". Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt vom Osmanischen Reich annektiert und 1873 Russland angegliedert. 1901 organisierte Josef Stalin Streiks in Batumi. Nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk wurde die Stadt 1918 im April zunächst Teil der Türkei, im Dezember dann für 19 Monate von Großbritannien besetzt. Nach dem Abschluss des Orientvertrages zwischen Sowjetrussland und der Türkei fiel Batumi am 18. März 1921 an die Sowjetunion und wurde die Hauptstadt Adschariens.

Bereits in den 1870er Jahren war Batumi einer der wichtigsten Welt-Exporteure von Wolle, Baumwolle, Holz, Seidenkokons und Mangan. Seit 1883 ist die Stadt zudem ein bedeutender Umschlagplatz für Erdöl. Die "Transkaukasische Eisenbahn" und eine Pipeline bringen seit mehr als 100 Jahren Rohöl aus dem aserbaidschanischen Baku am Kaspischen Meer.

Gegenwart

Hafen von Batumi

Batumi ist heute der Haupthafen Georgiens. Er bietet Platz für die Abfertigung von 80.000-Tonnen-Tankern. Das Erdöl aus Aserbaidschan wird nahe dem Hafen raffiniert und in alle Welt verschifft. Auch Ölexporte aus Kasachstan und Turkmenistan werden in Batumi umgeschlagen. Daneben exportiert die Stadt regionale Agrarprodukte wie Tee und Zitrusfrüchte. Seit 1995 ist der Frachtumsatz des Hafens ständig gestiegen. 2001 betrug er rund 8 Millionen Tonnen im Jahr. Die Staatseinkünfte aus dem Hafen werden auf 200 bis 300 Millionen US-Dollar jährlich geschätzt.

Fährverbindungen aus Batumi bestehen nach Illitschiwsk (bei Odessa), Sotschi und Poti.

Seit dem Machtwechsel in Adscharien 2004 hat Batumi internationale Investoren angezogen. Firmen aus Kasachstan, Aserbaidschan und der Türkei errichteten neue Hotelkomplexe. Die Strandpromenade wird renoviert und von 800 Metern auf 5000 Meter ausgebaut. Die Immobilienpreise in der Stadt haben sich seither mehr als verdreifacht.

In Batumi ist die 12. Militärbasis der "Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien" (GRVZ) stationiert. Bis 2004 hatten 70% der Soldaten eine doppelte russisch-georgische Staatsbürgerschaft. Inzwischen wurden die Soldaten gegen rein russische Staatsangehörige ausgetauscht. Die Basis soll bis 2008 geschlossen, Soldaten und Waffen aus Georgien abgezogen werden. 2006 wurde bereits ein Teil der Fahrzeuge und Waffen aus der Basis entfernt.

Im Juli 2007 verlegte der georgische Verfassungsgerichtshof seinen Sitz von Tbilisi nach Batumi.

Klima
Batumi am Schwarzen Meer
Das Klima Batumis ist subtropisch. Die durchschnittliche Jahrestemperutur beträgt 14 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad Celsius. Die niedrigste in Batumi aufgezeichnete Temperatur waren -7 Grad Celsius, die höchste 40 Grad Celsius.

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 2500 mm. Der feuchteste Monat ist Januar mit rund 20 Tagen Regen. Der trockenste Monat ist Mai mit 15 Tagen ohne jeglichen Regen. In der Stadt wachsen Palmen, Zypressen, Magnolien, Oleander, Zitronen- und Orangenbäume.

Sehenswürdigkeiten

Hauptverkehrsstraße in Batumi

Berühmt ist der 800 Meter lange palmengesäumte "Primorski Boulevard" am Strand des Schwarzen Meeres. Das "Staatsmuseum Adschariens" zeigt Schätze aus der griechischen Antike, darunter eine kolchische Bronzekrone, Vasen und Schmuck aus Gold und Silber.

Im Norden der Stadt, am "Grünen Kap", liegt der Botanische Garten Batumis. Er bietet auf 114 Hektar eine dendrologische Sammlung mit 3.270 Baumarten. Die Terrassenanlage an der Steilküste bietet spektakuläre Ausblicke über die Bucht von Batumi.

Das südlich Batumis gelegene Aquarium beherbergt über 100 Fischarten. Das "Delfinanium" zeigt dressierte Große Schwarzmeertümmler (Tursiops truncatus ponticus), eine vom aussterben bedrohte Unterart des Großen Tümmlers.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist Gonio, eine spätrömische Festung, knapp zehn Kilometer vor Batumi. Die Anlagen sind gut erhalten und die Mauern können bestiegen werden.

Stadtverwaltung

Strand von Batumi

Amtierender Bürgermeister von Batumi ist Murman Beridse (Vereinte Nationale Bewegung). Er untersteht der Zentralregierung in Tiflis und wurde von Präsident Micheil Saakaschwili in das Amt berufen.

Partnerstädte
*20px Bari (Italien), seit 1987
*20px San Sebastián (Spanien), seit 1987
*20px Piräus, (Griechenland), seit 1996
*20px Kislowodsk (Russland), seit 1997
*20px Trabzon (Türkei), seit 2000
*20px Vanadzor (Armenien), seit 2006
*20px Volos (Griechenland), seit 2007
*20px Jalta (Ukraine), seit 2008
*20px Burgas, (Bulgarien), seit 2009

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

*Herbert Backe (1896-1947), deutscher NS-Politiker
*Fjodor Nikolajewitsch Jurtschichin (* 1959), Kosmonaut
*Sopho Chalwaschi (* 1986), Sängerin
*Arkadi Natanowitsch Strugazki (1925-1991), Anglist, Japanologe und Science Fiction-Autor
*Georgios Andreadis (1938 - ), pontischer Schriftsteller
*Aramaschot Papajan (1911 - ), armenischer Schriftsteller
*Joannis Avramidis (1922 - ), pontischer Bildhauer

Personen, die mit Batumi in Verbindung stehen

* Katie Melua (* 1984), Sängerin und Musikerin


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 29.11.2020 23:04 von den Wikipedia-Autoren.
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