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Agrinio

Griechenland, Agrinio
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Agrinio am Abend, im Hintergrund der Lysimachia-See
Blick auf Agrinio (Nordwestteil) von Agia Paraskevi aus
"Agrinio" ( , in der Antike "Agrinion", lateinisch "Agrinium") ist nach Patras die zweitgrößte Stadt in der griechischen Verwaltungsregion Westgriechenland und die größte Stadt der Präfektur Ätolien-Akarnanien.

Geographie

Agrinio liegt in der Ebene der Landschaft Ätolien-Akarnanien an deren Nordrand am Südwest-Fuß des Berges Panetoliko. Südöstlich der Stadt erstreckt sich der große Trichonida-See, südlich der Stadt der Lysimachia-See in der gleichen Ebene. Westlich der Stadt von Nord nach Süd fließend verläuft der Fluss Acheloos, dessen Stausee bei Stavros nordnordwestlich von Agrinio liegt (Stratos-Stausee).

Das Stadtgebiet von Arginio ist eben. Lediglich die nördlichen und östlichen Stadtbezirke schmiegen sich den Hängen des Panetoliko an. Das gesamte Gebiet um Agrinio wird intensiv landwirtschaftlich genutzt; das System der Stauseen des Acheloos und seiner Nebenflüsse dient auch zur Bewässerung der Agrarflächen.

Geschichte

Der Mythologie zufolge wurde Agrinion von König Agrio aus dem Stamm der Ätolier gegründet. 314 v. Chr. wurde es vom makedonischen König Kassander zerstört. Offensichtlich während der osmanischen Herrschaft über Griechenland wurde die Stadt etwa 3 km südwestlich des antiken Orts neu gegründet; sie trug zu dieser Zeit den Namen "Vrachori" ( bzw. Imbrahoar). Während dieser Epoche siedelten viele Osmanen in der Stadt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das heutige Agrinio Hauptstadt eines Sandschaks. 1821 beteiligten sich Bewohner von Agrinio an den Kämpfen im Rahmen des griechischen Unabhängigkeitskrieges und konnten die Stadt erstmalig am 11. Juni 1821 unter griechische Kontrolle bringen. Nach zwischenzeitlicher Rückeroberung durch die Osmanen wurde Agrinio 1832 endgültig Griechenland zugeschlagen, wobei zugleich der antike Name Agrinio wieder in Gebrauch kam.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nahm Agrinio durch den Anbau von Tabak einen wirtschaftlichen Aufschwung. Bekannte griechische Familien mit Verbindung zum Tabakanbau und -herstellung wie Papastratos, Papapetros und Paganopoulos unterhielten Lagerhallen und Fabriken zur Herstellung von Rauchtabak in und um Agrinio. 1922 kamen nach der griechischen Niederlage im griechisch-türkischen Krieg auch Flüchtlinge aus Kleinasien im Rahmen des sogenannten „Bevölkerungsaustausches“ nach Agrinio und siedelten sich im Gebiet von Agios Konstatinos an. Auch Einwohner aus Epirus und Evrytania zogen nach Agrinio.

Verwaltungsgliederung und Einwohner

Heute besteht die Stadtgemeinde Agrinio () aus sieben Gemeindebezirken: Agrinio, Agios Kostandinos und Dokimi bilden dabei die eigentliche Stadt Agrinio; die vier weiteren Gemeindegebiete Agios Nikolaos, Kalyvia, Kamaroula und Skoutesiada sind Vororte.



Verkehr

Agrinio ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt insbesondere im Straßenverkehr. Die Nationalstraße 5 durchquert Agrinio von Norden her kommend (Igoumenitsa, Prevesa, Ioannina, Arta) nach Süden hin (Messolongi, Patras, Nafplio). Die Nationalstraße 5 ist zugleich die Europastraße 55 bzw. die Europastraße 951. Die Nationalstraße 38 führt von Agrinio aus nach Osten bzw. Nordosten entlang der West- und Nordflanke des Panetoliko-Massivs nach Lamia über Karpenissi und Makrakomi. Diese Nationalstraße ist zugleich die Europastraße 951. In den nächsten Jahren wird durch den Bau der Autobahn 5 (Ionia Odos) Agrinio eine Autobahnumgehung und zugleich einen Anschluss an das wachsende griechische Autobahnnetz erhalten.

Agrinio verfügt im Südwesten der Stadt über einen nationalen Verkehrsflughafen, der alte Flughafen liegt etwa 2,5 Kilometer hiervon entfernt.

Einen Eisenbahnanschluß hat Agrinio nicht mehr.

Sehenswürdigkeiten

Papastratos Tabak-Lagerhaus in Agrinio
* die erhaltenen Tabaklagerhallen der Firma Papastratos
* der öffentliche Park "Papastrateio"
* das archäologische Museum
* das ethnologische Museum
* die öffentliche Bibliothek "Papastrateio"
* die Kirche "Agia Triada des Maurika" aus dem 8. bis 9. Jahrhundert
* das antike Stratos
* der Kremasta-Stausee (über Nationalstraße 38)
* der Stratos-Stausee
* der Kastrakio-Stausee (über Nationalstraße 38)

Bekannte Persönlichkeiten

* Efstratios Apostolakis (Fußballspieler)
* Panagiotis Danglis (General und Politiker)
* Konstantinos Domadis (Schriftsteller)
* Christos Garoufalis (Maler)
* Aristidis Moschos (Musiker)
* Evangelos Papastratos (Tabakfabrikant)
* Georgios Zaravinas (Handballspieler)
* Georgios Kalamidas, Präsident des Areopag


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.02.2020 20:44 von den Wikipedia-Autoren.
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