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Abruzzen

Italien, L’Aquila
Von Birgit Kohl   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Hier hat Gott den Topf voller Schönheit ausgekippt
Die Abruzzen sind eine Region der mittleren Adria, die für die Liebhaber des Meeres und der Berge gleichermassen anziehend ist.
Galerie
Von: Massimo Desiati
Panoramo von Duca degli Abruzzi
Die Statue des “Guerriero di Capestrano” ist das Symbol für das Land der Abruzzen und ihre starke, italienische Bevölkerung, trägt aber auch die Spuren fremder kultureller Einflüsse in sich, von Völkern, die durch diese Region gezogen sind; von den Römern bis hin zu den Langobarden, von den Normannen bis hin zu den Spaniern.

Diese Mischung von außergewöhnlicher Natur und verschiedenen Kulturen hat zu einem einzigartigen Ergebnis geführt, wo Archäologie, Architektur und Traditionen eine grundlegende Rolle spielen. Solche Zeugnisse einer geschichtsträchtigen Vergangenheit finden wir überall: die antiken Nekropolen wie Fossa, das Stonehenge der Abruzzen, die römischen Siedlungen wie Alba Fucens, oder auch die romanischen Kirchen.

Dom Teramo
Oft verbergen sich in den Abruzzen hinter rustikalen, einfachen Formen wahre Kleinode, wie zum Beispiel die Fresken im Oratorium S. Pellegrino in Bominaco, Benediktiner-Abteien in eindrucksvoller Lage am Meer wie S. Giovanni in Venere, oder in einsamer Stille gelegen wie S. Liberatore a Majella, aber auch Einsiedlereien, die wie Juwelen im Fels gefasst sind. All das inmitten der wilden Natur, die Joseph Beuys zu seinem Werk „Zur Verteidigung der Natur“ inspiriert hatte, das als Manifest der Umweltbewegung betrachtet wird.

Die „Grand Tour“ der nach Italien reisenden Künstler und wohlhabenden Adeligen, mit ihrem Höhepunkt im 18. und 19. Jahrhundert, hat viele große Namen in die Abruzzen gebracht: Ferdinand Gregorovius, Heinrich Federer, Richard Colt Hoare, Keppel Richard Craven, Edward Lear, um nur einige zu nennen. Der berühmte dänische Maler Kristian Zahrtmann hat in Civita D’Antino sogar eine Schule gegründet, an der viele skandinavische Künstler oft Monate verbracht und vom Bergland und seinem Menschenschlag inspiriert fruchtbare Schaffensperioden erlebt haben.

In Roccascalegna steht eine der legendären abruzzesischen Burgen. Unter den vielen unverfälscht gebliebenen mittelalterlichen Ortskernen hat den berühmten Fotografen Henry Cartier-Bresson besonders Scanno beeindruckt. Castrovalva, ein Bergdorf, das noch heute den Eindruck erweckt, als sei die Zeit dort stehen geblieben, hat in den dreißiger Jahren den Grafiker und „Künstler des Unmöglichen“ M. C. Escher inspiriert. Auch die einzigartige Schönheit von Santo Stefano di Sessanio ist nach umfassenden Restaurierungsarbeiten in rigorosem Respekt der architektonischen und kulturellen Charakteristiken weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt geworden. Der eigens für die besondere Unterbringungsform kreierte Begriff des „Albergo diffuso“ (in den verstreut liegenden mittelalterlichen Steinhäusern) ist in den Fachjargon der Tourismusbranche eingegangen.

Burgen, Schlösser, Klöster und mittelalterliche Bergdörfer haben das Interesse ausländischer Investoren geweckt, die auch ganze Dörfer aufgekauft haben, nachdem sie die unberührte Natur der Abruzzen und die Schnäppchenpreise der Immobilienangebote entdeckt hatten.

Viele einzigartige Events sind Zeugnisse einer kulturell reichen Vergangenheit, in deren Ursprung bisweilen die Grenzen zwischen Heidentum und christlichem Glauben verschwimmen, wie bei dem Schlangenfest in Cocullo, das jedes Jahr am ersten Donnerstag des Monats Mai stattfindet und Zuschauer und Pressevertreter aus der ganzen Welt anzieht. Unter den religiösen Veranstaltung der Osterzeit ist die „Fliehende Madonna“ in Sulmona zu empfehlen.

Die Besonderheiten der Region spiegeln sich auch in der Gastronomie wider. So wie Klima und Landschaft sich auf kurze Entfernungen vollkommen verändern können – in Sichtweite vom Meer bis zum Hochgebirge – so abwechslungsreich sind auch die kulinarischen Höhepunkte, in denen sich die Traditionen der Hirten, Bauern und Fischer wieder finden. Die Weine Montepulciano d’Abruzzo, Trebbiano d’Abruzzo und Cerasuolo werden immer häufiger auf Internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und zählen zu den Spitzenweinen mit hervorragendem Preis-Qualitäts-Verhältnis.

Einige der traditionellen Gerichte sind die „Maccheroni alla chitarra“ (dünn ausgerollter Nudelteil wird in einen Holzrahmen gedrückt in dem dünne Metallfäden gespannt sind – die so genannte Gitarre), die „Arrosticini“ (kleine gegrillte Hammelfleischspieße) und die „Ferratelle“ (mit Anis gewürzte Waffeln, die in einem Waffeleisen über dem offenen Feuer gemacht werden).

Gran Sasso: von Chieti betrachtet
Rund ein Drittel der Gesamtfläche der Abruzzen steht unter Naturschutz, damit sind sie führend unter allen europäischen Regionen. Ein System von vier großen Naturparks mit den höchsten Gipfeln des Apennin, wo man unter südlicher Sonne Skilaufen und in der Ferne … das Meer erblicken kann. Ein dichtes Netz an Oasen und Naturreservaten, wo in absoluter Wildheit Gemsen, Hirsche, Steinadler und – ganz im Verborgenen – der ein heimische Bär und der Wolf leben, die in den Abruzzen nie ausgestorben sind.

Abruzzen bedeutet auch eine noch unberührte Natur: immense Hochebenen – dehalb spricht man auch vom „Tibet Europas“ –, Wasserfälle, Seen, Buchenwälder, der Calderone - südlichster Gletscher Europas -, Campo Imperatore, wo das höchstgelegene astronomische Observatorium Europas mit seinen Teleskopen den Himmel absuchen kann, ganz ungestört, weil es hier keine künstlichen Lichtquellen gibt. Und eine erst vor wenigen Jahren entdeckte Besonderheit: der Krater des Monte Sirente, der einzige Meteoriten-Einschlagskrater in Italien und weltweit einer der schönsten und am besten erhaltenen, der heute einen kleinen See bildet.

Die Schönheit des Landes und die sprichwörtliche Freundlichkeit der Menschen werden durch ein umfassendes Angebot an Unterkünften und Aktivitäten ergänzt: Hotels jeder Kategorie, Campings, Resorts, Bed & Breakfasts, Agritourismus, typische Restaurants und Lokale. Um die unbegrenzten Möglichkeiten auszuschöpfen, die die Natur bietet stehen Bergführer und Sportlehrer zur Verfügung: vom Gleitflug zum Freeclimbing, vom Trekking zum Kajak, vom Skilaufen zum Snowboard, denn auch die abruzzesischen Wintersportorte können sich mit berühmteren Zentren messen.

Die eindrucksvolle und abwechslungsreiche Landschaft mit Bergwiesen, tiefen Schluchten, reißenden Wasserläufen und Burgen war oft Kulisse bei den Dreharbeiten für Western und viele andere Filme wie ’Ladyhawke – der Tag des Falken’ mit Michelle Pfeiffer und Rutger Hauer.

Auf der Hochebene des Campo Imperatore beginnen die historischen Hirtenpfade des Apennins. Auf diesen „Tratturi“ zogen einst die Schafherden zum Überwintern zur Adria und nach Apulien. Die Schafzucht war damals der Stützpfeiler der regionalen Wirtschaft. Heute wird sie in wesentlich kleinerem Rahmen betrieben, aber der abruzzesische Pecorino-Käse hat seinen Stellenwert bei Feinschmeckern beibehalten.

Im Osten schließlich die zweite Identität der Abruzzen. Einhundertdreißig Kilometer Küste mit schönen kleinen Häfen, Sportstätten, Freibädern, Wasser-Vergnügungsparks. Das perfekte Ambiente zur Erholung und zum Wohlfühlen, aber auch für Wassersportarten wie Windsurfen, Fischen, Segeln und Tauchen. Während der nördliche und mittlere Teil des abruzzesischen Küstenstreifens aus feinstem Sandstrand besteht, wechselt er im Süden zur Felsküste, die von sandigen Buchten unterbrochen wird.

Informationen: info@abruzzoturismo.it – www.abruzzoturismo.it
Flugplatz Pescara: www.abruzzoairport.com

Römisches Amphitheater

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