Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse




Hotelsuche in 
 

- Hamilton hat die Diva im Griff

Europa
17.07.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Ferrari muss zulegen. Vettel sieht sich im Nachteil gegen Hamilton und Mercedes in der Qualifikation. Nur eine Pole des Deutschen gegen sechs des Briten. Die Folge: Es wird eng vor der Sommerpause. Ungarn in knapp zwei Wochen ist eine von Hamiltons Paradestrecken.

Silverstone (dpa) - Nach dem Frust-Reifenplatzer von Silverstone schaltete Sebastian Vettel umgehend in den Zuversichtsmodus. Dass der viermalige Formel-1-Weltmeister nach dem Großen Preis von Ungarn in nicht mal zwei Wochen erstmals in diesem Jahr nicht die WM anführen könnte - Vettel verschwendete daran keine Gedanken. «Wir sind auf dem richtigen Weg, unser Auto ist gut, unser Auto ist stark», betonte der 30-Jährige, während er einen eigentlich recht entspannten Eindruck im Motorhome seines Arbeitgebers Ferrari hinterließ. Trotz Platz sieben nach dem kaputten Reifen gegen Rennenende beim Großen Preis von Großbritannien und der auf einen Punkt geschmolzenen Führung im Klassement vor Silverstone-Seriensieger Lewis Hamilton.

Vettel konnte sogar schon wieder lachen und scherzen. Als Eddie Jordan, Ex-Teamchef und Fahrerlager-Kultfigur live in die Medienrunde platzte für einen britischen Sender und sich dicht neben Vettel postierte, scherzte der Deutsche: So nah seien sie sich sonst noch nie gekommen.

Nah an Hamilton war Vettel diesmal nicht. Der Brite fuhr bei seinem Heim-Grand-Prix wieder in einer eigenen Liga, holte die 67. Pole seiner Karriere - Michael Schumachers Rekord liegt bei 68. -, gewann zum vierten Mal nacheinander in Silverstone. Unberührt von der Kritik an seinem Kurzurlaubs-Partytrip nach Mykonos zur Vorbereitung schaffte er den Grand Slam: Sieg, Pole, schnellste Rennrunde. «Wenn Du dir ein Ziel setzt und diesen Glauben in dich hast: Es ist so ein großartiges Gefühl. Es ist ein Segen so fahren zu können», sagte Hamilton und wirkte auch Stunden danach regelrecht beseelt.

Als Erleichterung empfand er den 57. Sieg seiner Laufbahn nach zwei schweren Grand-Prix-Wochenenden in Baku (5.) und Spielberg (4.) aber ausdrücklich nicht. «Hamilton: Das Gleichgewicht in der Welt hat sich verändert. Jetzt hat Ferrari Angst», schrieb die italienische Zeitung «La Repubblica». Und die spanische «AS» urteilte über Hamilton: «Er ist einer der Besten aller Zeiten.»

Es scheint, dass Hamilton und Mercedes den Wagen für diese Saison immer besser beherrschen und verstehen. «Als die Saison angefangen hat, war es ein bisschen komplizierter, mit diesem Auto richtig umzugehen», meinte Hamilton. Teamchef Toto Wolff hatte den Silberpfeil sogar als Diva bezeichnet. Vettels Rote Göttin gab sich hingegen von Beginn an umgänglicher: Drei Siege in den ersten sechs Rennen. Seit Monaco wartet der Heppenheimer aber auf den vierten Saisonerfolg. «Es ist wahrscheinlich wahr, dass Mercedes in den vergangenen Rennen ein bisschen stärker war», sagte Vettel.

Trend oder nur Momentaufnahme? Ist der Mercedes mittlerweile wieder das schnellste Auto im Feld? «In dem Moment, in dem du das sagst, fährst du zum nächsten Rennen und kriegst einen ins Gesicht», meinte Silberpfeil-Teamchef Wolff. Dennoch: Drei Siege feierte das deutsche Werksteam gegen den italienischen Traditionsrennstall in den vergangenen vier Rennen. Hamiltons Teampartner Valtteri Bottas ist mittlerweile auch schon bis auf 23 Punkte an Vettel herangekommen.

Für den Mercedes spricht die Power des Motors. Auf der Geraden nimmt er Ferrari drei bis sechs Zehntelsekunden in der Qualifikation ab. Für Ferrari spricht vor allem der Speed in schnellen Kurven, in der berühmten Copse in Silverstone sei man 10 Stundenkilometer schneller gewesen als der Mercedes, rechnete Vettel vor. Allerdings nahm die rasante Fahrweise auch die Reifen richtig ran, Vettel und der drittplatzierte Teamkollege Kimi Räikkönen wurden durch einen zerstörten linken Vorderreifen gebremst. Noch sind die Gründe allerdings nicht geklärt. Bisher war es eher der Mercedes, der Schwierigkeiten mit den Gummis hatte.

Der Knackpunkt im Titelkampf bleibt für Vettel die Qualifikation. Nur einmal fuhr Vettel in dieser Saison auf Pole (Russland), einmal schaffte es Räikkönen, der Rest war silbern. Zweimal Bottas, sechsmal Hamilton. «Wenn du deine Autos in der ersten Kurve vorne hast, sieht das Rennen anders aus. Wir wissen, wo wir ansetzen müssen, es ist aber nicht einfach», beteuerte Vettel vor dem nächsten Versuch in Ungarn - in den vergangenen vier Jahren stand dort ein Mercedes auf Pole, und mit fünf Siegen ist Hamilton dort jetzt schon Rekordsieger.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
Weitere Artikel zu diesem Thema
 
Europa
15.07.2017
Silverstone (dpa) - Lewis Hamilton hat sich die Pole Position für sein Formel-1-Heimspiel gesichert. Der dreimalige Weltmeister verwies am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Großbritannien das Ferrari-Duo mit Kimi Räikkönen und
weiter
Europa
15.07.2017
Silverstone (dpa) - Pascal Wehrlein ist im ersten Zeitabschnitt der Formel-1-Qualifikation in Silverstone ausgeschieden. Der 22 Jahre alte Sauber-Pilot belegte am Samstag den 17. Platz. Wehrlein wird damit von den hinteren Reihen in den Großen Preis
weiter
Europa
14.07.2017
Silverstone (dpa) - Eines hat Lewis Hamilton WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel auf jeden Fall voraus: Er hat mit dem Großen Preis von Großbritannien ein persönliches Heimrennen. Vettel nicht. Deutschland findet im Formel-1-Kalender 2017 als
weiter
Europa
16.07.2017
«Ich war schon als kleines Kind ein Teufel. Ich konnte mit meinen Geschwistern nicht Murmeln spielen. Stattdessen fing ich mit drei Jahren an, mit ihnen Tennis zu spielen. Das erklärt die Wut, die ich in einem Wettbewerb
weiter
Europa
16.07.2017
1991 Michael Stich (Hamburg) 1992 Andre Agassi (USA) 1993 Pete Sampras (USA) 1994 Pete Sampras (USA) 1995 Pete Sampras (USA) 1996 Richard Krajicek (Niederlande) 1997 Pete Sampras (USA) 1998 Pete Sampras (USA) 1999 Pete Sampras (USA) 2000
weiter
Europa
17.07.2017
Ferrari muss zulegen. Vettel sieht sich im Nachteil gegen Hamilton und Mercedes in der Qualifikation. Nur eine Pole des Deutschen gegen sechs des Briten. Die Folge: Es wird eng vor der Sommerpause. Ungarn in knapp zwei Wochen ist eine von Hamiltons
weiter
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Bukarest (dpa) - Julia Görges ist beim Damen-Tennis-Turnier von Bukarest ins Finale eingezogen. Die Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe bezwang die Rumänin Ana Bogdan am Samstag mit 3:6, 6:2 und 6:4. Die 24-jährige Bogdan, Nummer 108 der
Moskau (dpa) - Im Deutschen Tourenwagen Masters ist am Rande des neunten Saisonlaufs am Samstag in Moskau ein Machtkampf ausgebrochen. Der Hersteller Audi sprach sich gegen eine erneute Regeländerung des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) zu den
Southport (dpa) - Golfprofi Branden Grace hat der 146. British Open in Southport einen historischen Rekord aufgestellt. Dem 29-jährige Südafrikaner gelang am Samstag bei perfekten äußeren Bedingungen im Royal Birkdale Golf Club mit 62 Schlägen
Moskau (dpa) - Audi-Pilot René Rast hat den neunten Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters in Moskau gewonnen. Der Mindener feierte am Samstag auf dem 3,931 Kilometer langen Kurs in Russland einen Start-Ziel-Sieg und übernahm die Führung in
Baile Tusnad (dpa) - Ungarn will Polen im Streit mit der EU unterstützen. Dies bekräftigte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban am Samstag bei einer Konferenz im rumänischen Kurort Baile Tusnad. Man werde Polen gegen die «Inquisition»
Moskau (dpa) - Im Deutschen Tourenwagen Masters ist vor dem neunten Saisonlauf am Samstag in Moskau ein Machtkampf ausgebrochen. Der Hersteller Audi sprach sich öffentlich gegen eine erneute Regeländerung des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) zu
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Gelsenkirchen (dpa) - Nach nur eineinhalb Jahren kehrt Fußball-Profi Junior Caicara dem FC Schalke 04 wieder den Rücken und schließt sich dem türkischen Erstligisten Medipol Basaksehir FK an. Der Revierclub teilte am Montag mit, dass er sich mit
Allende no se rinde mierda - Allende ergibt sich nicht, Scheiße." Das waren Salvador Allendes letzte Worte, ehe er im Gefecht mit den von der CIA unterstützten Putschisten den Freitod wählte. Der Moment, als der Amberger Siegfried
Die schönsten, größten und besten Casinos in Europa bieten für jeden Geschmack etwas. Ein edles Ambiente, ausgefallene Slotspiele und aufregende Tischspiele gepaart mit ausgefallenen Bars und Restaurants, Konzerten und Multimedia-Shows. Die
Sie lieben Orgeln? Dann sollten Sie diese Orgeln Europas kennen - wenn schon nicht live, dann zumindest die folgenden Videos. Die Silbermann-Orgel in Freiberg, Deutschland Die Clicquot-Orgel in Poitiers, Frankreich Die Ladegast-Orgel in
Das UNESCO-Komitee für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes reihte vor kurzem auf seiner auf der indonesischen Insel Bali abgehaltenen Sitzung den stummen Reigen aus dem Dalmatinischen Hinterland - „Nijemo Kolo“ und den witzigen
Das einzige, was Obelix zur Schweiz einfiel: "Flach und nass". Asterix-Fans wissen, warum das so ist. Der große Dicke mit der Streifenhose hat die Schweiz einfach verschlafen. Auch wenn wir heute wissen, dass die Schweiz alles andere als
Wetter

Sofia


(22.07.2017 20:50)

18 / 31 °C


23.07.2017
20 / 33 °C
24.07.2017
20 / 32 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum